Samstag, 20. Mai 2017

Das Lesen & ich.

Hallo alle zusammen!

Heute gibt es mal eine Art »Laberpost«, was es so noch nicht wirklich auf diesem Blog gegeben hat und natürlich wird es um Bücher gehen. Ich möchte einfach meine Gedanken niederschreiben (oder eher tippen) und diese mit euch teilen.

Ich bin mit Büchern aufgewachsen. Sobald ich etwas in der Hand halten konnte, hat man mir ein Buch in die Hand gedrückt und, als ich älter wurde und sitzen konnte, wurde mir aus diesen vorgelesen. Zuerst waren es nur Bilder, dann Geschichten. Meine Gute-Nacht-Erinnerungen bestehen aus den Büchern von Otfried Preußler wie Der kleine Wassermann, Die kleine Hexe, Das kleine Gespenst, Jim Knopf und der Räuber Hotzenplotz, sowie aus Klappbroschüren aus Glanzpapier, bedruckt mit wundervollen Illustrationen und Buchstaben, die einen in die Märchenwelt entführt haben.

Und dann lernte ich lesen.
Ich las alles, was ich in die Finger bekommen konnte. Sämtliche Bücher von Enid Blyton, abertausende von Pferdebüchern und Detektivromanen, sodass ich mit zehn die komplette Kinderabteilung unserer Bücherei gelesen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war diese noch nicht mit Jugendbüchern ausgestattet, sodass ich mein Taschengeld für Bücher sparte und mir Bücher zu allen Festen wünschte, sodass meine Sammlung stetig wuchs. Wenn wir wegfuhren nahm ich mehr Bücher mit als Klamotten und man sah mich immer lesend.

Doch dann kam ich in die Pubertät und mit 15 war mir das Schminken, Shoppen und Freundinnen treffen wichtiger als das Lesen- zu diesem Zeitpunkt stagnierte meine Büchersammlung und man sah mich eher irgendwelche Schminktutorials schauen, als mich auf dem Sofa mit einem Buch sitzend.

Wie das Schicksal es wollte, entdeckte ich meine Leidenschaft wieder- und zwar als ich herausfand dass die Bücherei nach all den Jahren sich Jugendbücher zugelegt hatte. Die aktuellsten waren immer vergriffen, weshalb ich mich mit den etwas älteren Exemplaren zufrieden gab und dabei in viele tolle Geschichten abtauchen konnte die ich so gar nicht entdeckt hatte.

Nun bin ich fast 20 und verabschiede mich langsam vom Genre Jugendbuch. Es bietet mir zu wenig Identifikationspotenzial, zu viel Naivität und nichts was mich packen könnte. Ich tauche in andere Gefilde wie in Historische Romane ab und entdecke Thriller für mich.


Doch warum lese ich eigentlich immer noch so gerne?

Bücher sind für mich ein Weg Luft zu bekommen, wenn die Realität zu stickig wird. Es ist eine Möglichkeit tausende von Leben zu Leben und man nicht selbst sein zu müssen. Ich bin dann ein Schattenjäger, Internatsschüler, Vampir, Mutter, Kind, Schwester, Ermittler, Ehemann. Entdecke Paralleluniversen und reise in fiktive Welten, die ich mein Reich nennen darf. Bücher sind ein Teil meiner Identität, denn sie waren immer da und sie werden immer dort sein. Ich liebe den Geruch von alten und neuen Büchern, das Gefühl des Papiers zwischen den Fingern, wenn man eine Seite blättert, die Erinnerungen, die einen überfluten, wenn man ein bestimmtes Buch zur Hand nimmt, weil man ganz genau weiß, wie man sich gefühlt hat, als man es das erste Mal gelesen hat. 
Manchmal stehe ich vor meinem Bücherregal, das ich schon mehr als oft umgeräumt habe und betrachte die verschiedenen Buchrücken der verschiedensten Verlage und überlege, wie ich noch mehr Bücher auf diesem Möbelstück lagern kann.  In Buchhandlungen bin ich meistens nicht nur ein paar Minuten, sondern mehrere Stunden, umgeben von unentdeckten Abenteuern, Liebesgeschichten und ungelösten Verbrechen. Ich lese  mir hunderte von Buchrücken durch, stelle mir vor, wie die Geschichte verläuft und wie es sich anfühlen würde, dieses Buch zu lesen.

Bücher machen mich glücklich.

Was bedeuten Bücher für euch? Und wie habt ihr das lesen für euch entdeckt?

In diesem Sinne,
Elisa

1 Kommentar:

  1. Erst einmal ein ganz toller Post, dem ich absolut zustimme! ♥
    Bücher sind großartig! Mir wurde leider nicht vorgelesen und damals kam ich mit Bücher nicht oft in Berührung. Als ich dann 12 war, habe ich mich so langsam dafür interessiert. Ganz genau bin ich mir jedoch nicht sicher, wie das angefangen hat :D
    Jedenfalls habe ich dann Obsidian Anfang 2015 gelesen und seitdem bezeichne ich mich stolz als Leseratte, Bücherwurm, wie auch immer :D
    Ich bin stolz darauf, in Welten zu reisen und neue Charaktere kennenzulernen. Bücher sind für mich wie eine zweite Familie, die mich nie verlässt. ♥
    alles Liebe! Denise

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