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Sonntag, 7. Juni 2020

Isola (Isabel Abedi)

Isola (Isabel Abedi)
328 Seiten | € 14,95 [D] | Hardcover | 4,5 Herzchen
Verlag (Arena) | amazon
INHALT
Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Lucian (Isabel Abedi)

Lucian (Isabel Abedi)
560 Seiten | € 18,95 [D] | gebunden | 4 Herzchen
Verlag (Arena) | amazon 

INHALT
Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. Aber noch bevor sie erfahren können, welches Geheimnis sie teilen, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.

DER ERSTE SATZ 
Der Mittwochabend gehörte uns, Janne, Spatz und mir.

MEINE MEINUNG
Vorweg sei gesagt, dass dieses Buch jahrelang mein absolutes Lieblingsbuch war, das nicht von seinem Thron gestoßen werden konnte, sodass es auch nach dem bestimmt zehnten Mal lesen (bei dem ich ausnahmsweise mal kritischer war) immer einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten wird. Ich liebe die Erinnerungen, die ich mit diesem Buch verknüpfe und allein es in der Hand zu halten und das  schlichte, wunderschöne Cover zu betrachten, löst in mir ein wohliges Gefühl aus.
Doch wie hat das Buch mir nach all den Jahren gefallen? Direkt aufgefallen ist mir die fesselnde, leicht melancholische Atmosphäre, die die Autorin mit ihren Worten schafft. Rebeccas Geschichte beginnt im Herbst und ich wurde wortwörtlich in ihr Leben gesogen, in die Gefühls- und Gedankenwelt der sechzehnjährigen Protagonistin, die mir für ihr Alter schon reifer erschien, aber dennoch authentisch und glaubwürdig. Interessant und kritisch gestaltet war die problematische Mutter-Tochter-Beziehung, die mir damals nie so aufgefallen ist und mir aber diesmal den ein oder anderen nachdenklichen Moment gegeben hat. Wie viele Freiheiten kann man seinem Kind lassen, trotz der unterschwelligen Angst, es jederzeit verlieren zu können? Janne liebt Rebecca, das ist offensichtlich. Nichtsdestotrotz ist sie auch eine sehr strenge Mutter, die scharfe Grenzen zieht, sodass die Beziehung zwischen ihnen nicht nur von Liebe sondern auch von Kühle und Distanz geprägt ist. Positiv aufgefallen ist mir auch die enge Freundschaft zwischen Rebecca und ihrer ABF Suse. Selten liest man von so einer herzlichen und innigen Freundschaft zweier  junger Frauen.
Die Handlung hat sich langsam entwickelt, was mir aber sehr willkommen war, da es nicht selten der Fall ist das die Liebesgeschichte superschnell vonstattengeht und bereits nach wenigen Seiten direkt im Fokus steht. Die Dynamik zwischen Rebecca und Lucian war extrem intim und doch auch ambivalent, ein Sich-Anziehen und Sich-Abstoßen. Dabei hätte ich mir aber vor allem mehr Dimension bei Lucians Charakter gewünscht. Auch wenn er eine geheimnisvolle Aura besitzt, so erschien er mir neben den anderen Personen doch recht blass.
Gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Geschichte erzählt und welche Stationen die Protagonistin durchläuft. Zum einen der typische Teenager-Alltag: Schule, Partys, Freunde, zum anderen die übernatürliche Welt, in die Rebecca durch Lucian gerät. Letzteres war in sich schlüssig, aber auch nicht allzu sehr ausgebaut, was mich aber nicht gestört hat, da dies nicht der Kern der Erzählung sein sollte.
Das Ende kam etwas plötzlich und abrupt, sodass ich mir einen langsameren Ausklang für das Buch gewünscht hätte, da es mir sehr hektisch und gehetzt erschien.

FAZIT
Lucian konnte mich wieder in seinen Bann ziehen.  Ich kann euch dieses Buch wirklich nur empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach einer etwas ruhigeren und etwas anderen Liebesgeschichte seid, die nicht vor Klischees trieft.
4 / 5 Herzchen

Samstag, 26. März 2016

Imago (Isabel Abedi)



Titel: Imago
Autor:  Isabel Abedi
Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 408
Verlag: Arena
Reihe: -
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Meine Wertung: 2 Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag




Inhalt 
Wanja liebt sie - diese Minuten vor Mitternacht, kurz bevor auf ihrem Radiowecker alle vier Ziffern auf einmal wegkippen und eine ganz neue Zeit erscheint. Doch heute um Mitternacht verändert sich nicht nur das Datum für Wanja. Sie bekommt eine geheimnisvolle Einladung zu der Ausstellung Vaterbilder. Und damit einen Schlüssel, der die Tür zu einer anderen Welt öffnet: in das Land Imago.

Meine Meinung 
Isabel Abedi ist die Autorin meines Lieblingsbuches- die Rede ist hier von »Lucian«- und keines ihrer Bücher, was ich je gelesen habe, hierzu zählen ihre Jugend- als auch Kinderbücher, hat mich enttäuscht. Mit Imago war das jedoch leider anders. Das Cover gefällt mir recht gut, da es sehr schlicht ist und dieser freischwebend goldenen Rahmen stark ins Auge fällt.
Die Protagonistin Wanja, ist zwölf Jahre alt und schlägt sich trotz ihres jungen Alters mit den typischen Teenagerproblemen herum: zickige Freundinnen, anstrengende und verständnislose Eltern (in ihrem Fall nur ihre Mutter Jo) und schlechte Noten in Mathe. Alles recht normal, doch die Art, wie das alles gestaltet wurde war nicht wirklich authentisch. Laut der Beschreibung der Autorin hätte Wanja um einiges älter sein müssen, also um die vierzehn/ fünfzehn Jahre. Auch die Gefühlswelt der Protagonistin war viel zu schwer für eine erst Zwölfjährige und das sage ich jetzt nicht, weil ich denke, dass Zwölfjährige noch nicht in der Lage sind so tiefgründig zu denken- nein, die Beschreibungen der Gefühle sind die einer durchaus älteren jungen Erwachsenen, die schon einiges im Leben mitgemacht hat und weitaus größeren Problemen ausgesetzt ist.
Jo, ihre Mutter, war mir auch nicht wirklich sympathisch, ebenso wenig wie Wanjas »beste« Freundin Britta. Flora hingegen, die beste Freundin von Jo, war ein sehr angenehmer Charakter und eine schöne Abwechslung zu den anderen sturen und aufbrausenden Personen. Auch Mischa, mit dem sich Wanja im Laufe der Handlung anfreundet, war ein toller Charakter, und wenn ich so nachdenke, mein Lieblingscharakter. 
Die beiden Jugendlichen landen beide im gleichen Bild und erleben dort ein unvergessliches Abenteuer im Zirkus Anima, mit seinen zahlreichen Artisten und Künstlern. Unter ihnen auch Taro, der den beiden sehr sehr wichtig ist. Doch diese starke Faszination und Schwärmerei erschien mir überspitzt und absolut unbegründet, obwohl aufgeklärt wird, warum die beiden ihn so toll finden. 
Der Verlauf der Handlung hatte einen erkennbaren roten Faden und der Aufbau war strukturiert und durchdacht, jedoch konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln, obwohl es durchaus gute Ansätze gegeben hat. Die Thematik die an diesem Buch und auch an der Geschichte haftet, sprich »Wie viel trägt ein Vater zur eigenen Identität bei?«, hatte viel Potenzial, doch dieses wurde meiner Meinung nach in dieser Art von Umsetzung nicht ausgeschöpft, außerdem hatte dieses Buch einfach zu wenig Konflikt, obwohl die Spannungen zwischen den einzelnen Charakteren deutlich spürbar und zum Teil richtig unangenehm ist, was an dem sehr atmosphärischen Schreibstil lag, der das Lenkrad noch etwas nach oben gerissen hat, weshalb das Buch von mir auch so bewertet wurde.

Fazit
Leider hat mich dieses Buch sehr enttäuscht, da mich die Handlung weder mitreißen noch begeistern konnte. Schade!
2/5 Herzchen