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Donnerstag, 6. September 2018

KURZMEINUNGEN | Juli 2018 📚 Teil 2

Hallo alle zusammen!

Hier ist der zweite Beitrag der Kurzmeinungen zu den Büchern, die ich im Juli gelesen habe. Hier geht es zu Teil eins, in dem ich auch zwei Bücher vorgestellt habe. Diesmal sind es zwei Jugendbücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich dennoch aber nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben. Warum, könnt ihr weiter unten kurz zusammengefasst lesen. Viel Spaß dabei.

Tote Mädchen lügen nicht (Jay Asher)
288 Seiten | € 8,99 [D] | Taschenbuch | 2,5 / 5 Herzchen
Verlag (cbt) | amazon
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Als ich das erste Mal dieses Buch las, war ich dreizehn und schockiert, sowie begeistert von dieser Lektüre, dass ein so ernstes Thema behandelt und mir gezeigt hat, wie grausam Menschen sein können (vor allem im Bezug auf Übergriffe von Gleichaltrigen). Nun schreiben wir das Jahr 2018, ich bin 21 und habe beide Staffeln der gleichnamigen Serie gesehen, wobei aber nur die erste Staffel das Buch zur Vorlage hat. Auch wenn ich diese 288 Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe, was für das Buch spricht, so ist mir dieses Mal aufgefallen, wie oberflächlich alles abgehandelt wird. Kaum Charakterbeschreibungen, kaum Handlung außer Hannahs Monolog- ich hatte mir deutlich mehr erhofft. Inwiefern sich die Serie aber von der literarischen Vorlage unterscheidet werde ich in eine separaten Beitrag aufzeigen (da es sonst hier den Rahmen sprengen würde). Fazit: schaut die Serie (nur wenn ihr psychisch stabil seid!!!), denn diese liefert definitiv mehr Input.

Frontalknutschen & Außer Kussweite (Louise Rennison)
384 Seiten | € 9,99 [D] | Taschenbuch | 1,5 / 5 Herzchen
Verlag (cbt)* | amazon
14 Jahre alt und noch immer ungeküsst? Das muss sich schleunigst ändern! Und Georgia hat bereits einen Schlachtplan ausgeheckt. Sie wird Nachhilfeunterricht im Küssen nehmen und anschließend Mr Wunderbar im Sturm erobern! Nur dumm, dass der angeblich schon fest liiert ist. Mit der grässlichen Lindsay. Hat der Mann keine Augen im Kopf? Georgia kann ihn unmöglich in sein Unglück rennen lassen ...

Ich liebe luftige, leichte Mädchenbücher und diese typischen Teeniefilme. Nun, dieses Buch hätte Ersteres sein können. An sich gab es auch diese typischen Teenie-Themen, wie der erste Kuss, der erste Freund, Schule, Freundschaft, Familie, Pubertät, Parties et cetera. Nun aber das ganz große ABER: die Protagonistin hat vor allem im ersten Teil zu 90% abwertende, homophobe, sexistische sowie respektlose Kommentare gegenüber psychischen Erkrankungen abgegeben. Jeder zweite Satz schien zu lauten »Wenn xy eintrifft, bringe ich mich um« oder »Person XY ist z [hier beliebiges negatives Adjektiv einsetzen]« und allein der Gedanke daran macht mich wieder wütend. Welches Bild wird hier jungen Mädchen bitte vermittelt? Alle meine Mitmenschen sind doof und eklig und hässlich und iiih, da ist jemand lesbisch?! Entschuldigt diesen kurzen Ausbruch aber ich bin froh, dass das Buch mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und der Verlag es nicht mehr im Programm führt. Denn eine solche Wertevermittlung ist einfach nur unterste Schublade. Schaut lieber den Film, denn dieser streicht diese ganzen Aussagen.

Habt ihr eines der beiden Bücher gelesen und wenn ja, was ist eure Meinung dazu? Und was ist euer absolutes No-Go bei Büchern?

Lesende Grüße
Elisa

Donnerstag, 7. Juli 2016

Wir beide, irgendwann (Jay Asher, Carolyn Mackler)



Titel: Wir beide, irgendwann
Autor: Jay Asher, Carolyn Mackler
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 400
Verlag: cbt
Reihe:  -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag




Inhalt
Im Mai 1996 bekommt die sechzehnjährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mit der Hilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später! Geschockt stellt Emma fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Der schüchterne Josh hingegen wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Aber Emma ist nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen, und sie beginnt, die Gegenwart zu verändern. Doch ihr Versuch Schicksal zu spielen hat ungeahnte Folgen ...


Meine Meinung 
Dieses Buch habe ich vor ungefähr vier Jahren gelesen und es hat mir damals sehr gut gefallen, weshalb oh natürlich gespannt war, inwiefern sich meine Meinung ändern würde. Das Cover gefällt mir gut, da es schön bunt ist und somit zu der leichten Handlung dieses Buches passt.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Emmas und Joshs Sicht aus der Ich-Perspektive erzählt, sodass man einen sehr guten Einblick in das Leben, die Wesensart und die Gedanken der Protagonisten bekommt. Sie sind sehr lebendig und vor allem authentisch gestaltet, da sie durchaus ihre Macken haben. Beispielsweise sind beide manchmal "Typisch 16", was für Emma bedeutet, dass sie etwas zickig ist, für Josh bedeutet dies, dass er zum Teil etwas unbeholfen ist, vor allem was den Umgang mit Mädchen betrifft.  Doch genau diese Natürlichkeit der bedien hat sie mir sehr sympathisch gemacht, denn wer ist schon perfekt? Auch was ihr Umfeld betrifft, stecken die beiden Protagonisten mitten im Leben: Schule, Partys, Verliebtsein, Stress mit Eltern und Freunden usw.. Ebenso waren die wichtigsten Nebencharaktere, wie Emmas beste Freundin Kellan und Josh bester Freund Tyson gut ausgearbeitet. Zudem gab es noch die »Jahrgangsschönheit«, sowie den Supersportler, die auch anschaulich beschrieben wurden
Der Verlauf und Aufbau der Handlung war plausibel und nachvollziehbar, wobei ich mir am Ende etwas mehr Ausführung gewünscht hätte, da es doch dann zu abrupt und schnell ging, sodass zwanzig Seiten mehr dem Ganzen keinen Abbruch gemacht hätten. Ebenfalls hätte ich mir etwas mehr »Einsichtig Bezug auf Josh und Emma gewünscht, bzw. eine stärkere Herausarbeitung dieser. Was für mich noch ein kleines Highlight war, war die Tatsache, dass dieses Buch 1996 spielt, sprich vor gut zehn Jahren, als das Internet im kommen war und es war toll zu sehen, was sich bis Stand heute verändert hat (Discman zum Joggen, kein Internet und telefonieren zur gleichen Zeit, Kassetten etc.). 
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und flüssig und bietet durch die Facebook-Einträge auch eine schöne Abwechslung.

Fazit
Ein tolles Buch für zwischendurch, dass einen kurz in die 90er zurückentführt und einem an einer zuckersüßen Liebesgeschichte mitteil haben lässt.
4/5 Herzchen