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Freitag, 21. September 2018

KURZMEINUNGEN | August 2018 📚

Hallo alle zusammen!

Auch im August habe ich zwei Bücher gelesen, denen ich keine einzelne Rezension widmen werde, jedoch natürlich kurz zusammenfassen möchte, ob und wie sie mir gefallen haben. Diesmal sind die beiden Lektüren eher für jüngere Leser geeignet, nichtsdestotrotz hat es mir Spaß gemacht in die Geschichten einzutauchen. Nun viel Spaß beim Lesen!

Jungs zum Anbeißen (Mari Mancusi)
288 Seiten | € 9,95 [D] | Taschenbuch | 3 / 5 Herzchen
Band 1 von 8
Verlag (Arena) | amazon
Der Vampir Magnus hat aus Versehen Sunshine gebissen – anstelle ihrer Gothic-Zwillingsschwester Rayne, die sich monatelang auf ihre lang ersehnte Verwandlung vorbereitet hat. Für Sunny gibt es nur eine Frage: Wie kann die Sache so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden? Schließlich will sie mit dem Traumtyp ihrer Schule zum Abschlussball. Aber dann bietet Magnus seine Hilfe an? Und er ist wirklich zum Anbeißen...

Mit 12 habe ich dieses Buch gefeiert, denn was gab es bitte Besseres als Vampire? Nun, mit 21 bin ich zwar nicht mehr in der Vampir-Phase, nichtsdestotrotz hat mir diese Geschichte gut gefallen. Vor allem der Kontrast zwischen Sunshine und Rayne war einfach nur genial, genauso wie die Vampir-Welt, die die Autorin geschaffen hat- vor allem der Verwandlungsprozess war interessant beschrieben. Auch der zum Teil groteske Humor war ein großer Pluspunkt. Natürlich hat sich die Liebesgeschichte in den knapp 300 Seiten recht schnell entwickelt, was für mich ein Kritikpunkt ist, da es einfach -Vampir hin oder her- nicht realistisch ist, vor allem, da Magnus und Sunshine zu Beginn alles andere als begeistert voneinander sind. Zudem hat mir ein richtiger Höhepunkt gefehlt, doch trotzdem kann ich diese Buch vor allem an jüngere Leser weiterempfehlen, da es eine kurzweilige unterhaltsame Lektüre ist.

Julia und ihr Fohlen (Christiane Gohl)
Band 7 von 20
160 Seiten | € 5,00 [D] | Taschenbuch | 4 / 5 Herzchen
Verlag* (cbj) | amazon
Julia ist wunschlos glücklich mit ihrem ersten eigenen Pferd, dem Fohlen Coffee. Doch dann lernt sie Marcel, den Bruder ihrer Freundin Janina, kennen und alles wird anders. Die erste große Liebe stürzt Julia in mancherlei Konflikte, denn der begeisterte Tennisspieler Marcel findet Pferde ziemlich langweilig. Für Julia ist es gar nicht so einfach, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen. Soll sie tatsächlich Marcel zuliebe ihr Hobby an den Nagel hängen?


Auch wenn dies Band sieben der Reihe ist und ich bezüglich der Gesamt-Geschichte viele Wissens-Lücken habe, fiel es mir leicht, in die Geschichte hineinzufinden. Diesmal liegt der Fokus nicht nur auf dem Reiten, sondern auch auf Julias erster Beziehung, die das bodenständige, natürliche Mädchen  verändert. Denn plötzlich hat sie keine eigene Meinung mehr, vernachlässigt ihr Hobby und gleicht nun eher einer Partymaus, als einer Pferdemädchen. Dadurch, dass man auch Julias Gedanken erfährt, ist es interessant zu lesen, in welchem Konflikt sie sich befindet. Eigentlich mag sie Marcel, aber auch die Pferde. Und Partys und sich Schminken ist zwar ganz nett, aber viel schöner ist doch das Reiten. Aber muss man für eine Beziehung nicht Opfer bringen? Ich denke jedes junge Mädchen kann sich in diesen Gedankengängen wider finden. Ein anderes Thema, das zum Tragen gekommen ist, war mangelndes Selbstvertrauen / Selbstwertgefühl und durch was dieses ausgelöst werden kann. betroffen hiervon war Janina, ein ruhiges zwölfjähriges Mädchen, das absolut nichts von sich hält. Die Hintergründe werden offengelegt und zeigen, wie wichtig ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist. Dass nicht nur Taten, sondern auch Worte verletzen. Die Atmosphäre des Buches hat mir wieder gut gefallen und es war die perfekte Lektüre für eine gemütlichen Nachmittag.  Eine Leseempfehlung an euch, auch wenn ihr schon etwas älter sied und mit Pferden nichts am Hut habt.

Welche Phasen habt ihr in eurer Teenie-Zeit durchlebt beziehungsweise seid ihr auch so Vampir-verrückt gewesen?

Lesende Grüße
Elisa

Freitag, 16. Februar 2018

Julia und der Hengst aus Spanien (Christiane Gohl)



Titel: Julia und der Hengst aus Spanien
Autor: Christiane Gohl
Preis: € 5,00 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 160
Verlag: cbj
Reihe: Band 3 von 20
Altersempfehlung: 10 - 12 Jahre
Meine Wertung: 4 Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag*





Inhalt 
Julia und ihre Freundin Kathi bereiten sich auf die Prüfungen zu Reiterabzeichen und Reiterpass vor. Ihre Tage sind mit harter Arbeit angefüllt. Eine Abwechslung bringt die Ankunft des Andalusierhengstes Placido. Leider kann die neue Besitzerin überhaupt nicht mit dem rassigen Tier umgehen, denkt sogar schon über einen Verkauf nach. Plötzlich erscheint ein Junge im Reitstall, der, wie sich herausstellt, Mitglied einer spanischen Zirkusfamilie und ein hervorragender Reiter ist. Manuel sucht Arbeit und darf von nun an mit Placido arbeiten. Als sich die Mädchen mit der spanischen Familie anfreunden, erfahren sie auch von deren Geldsorgen. Schließlich rettet ein Schulprojekt den kleinen Wanderzirkus. Und dann kommt der Tag, an dem Julia und Kathi zeigen müssen, was sie gelernt haben. Ein glücklicher Tag, denn beide bestehen ihre Prüfungen und Placido findet bei der netten Frau Berndt ein neues Zuhause.

Meine Meinung 
Mit zehn Jahren hatte ich eine große Schwäche für Pferdebücher und nun, zehn Jahre später, habe ich doch dann mal zu diesem gegriffen, was ich aus einem unerklärlichen Grund nie gelesen habe (von dieser Reihe stehen noch ungefähr vier weitere Bände ungelesen in meinem Regal). Ich liebe gezeichnete Cover (da werde ich immer so nostalgisch) und das abgebildete Pferd erinnert mich sehr an Spirit (wer von euch kennt noch den Film von Dreamworks und hat ihn auch so abgöttisch geliebt?).
Auch wenn dies der dritte Band der Julia-Reihe ist, so habe ich recht leicht in die Geschichte hineingefunden. An der Seite der Protagonistin steht natürlich die beste Freundin-Kati- ein ebenso pferdebegeistertes Mädchen wie Julia selbst. Ebenso ins Herz geschlossen habe ich Stephanie, die Reitlehrerin der beiden, sowie Frau Berndt, als auch den Hengst Placid, der alle Reiter des Pferdehofs fasziniert hat. Positiv aufgefallen ist mir, dass in diesem Kinderbuch sehr viel Fachwissen über Pferde enthalten ist. Meine Kenntnisse über die verschiedenen Gangarten als auch die Reitausrüstung waren zwar noch einigermaßen vorhanden, jedoch habe ich Dank des kleinen Reitlexions am Ende des Buches mein Wissen erneuern bzw. auffrischen können. Auch für Leser, die in diesem Gebiet kein bisschen bewandert sind, sind die Beschreibungen in der Geschichte leicht verständlich. Zudem wird in dieser Geschichte Toleranz und Akzeptanz angesprochen, da die Zirkusleute aus Spanien stammen und aufgrund ihres »Nomaden-Status« (ein besserer Begriff um das zu beschreiben, ist mir leider nicht geläufig) mit einigen Problemen zu kämpfen haben.
Gut gefallen hat mir auch die Zirkusthematik, sowie die Vorbereitung auf die wichtige Reitprüfung, die den Höhepunkt der Handlung darstellt. Das Lesegefühl, sowie die Atmosphäre des Buches waren sehr angenehm, was unter anderem auf den flüssigen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist.

Fazit
Ein zuckersüßes Kinderbuch, aus dem auch Erwachsenen das ein oder andere noch mitnehmen können.
4 / 5 Herzchen


* Da der Verlag dieses Buch nicht mehr im Programm führt, kann ich leider nicht darauf verweisen.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Der Pferdehof im Münsterland- Lenas neue Freunde (Jo Pestum)



Titel: Der Pferdehof im Münsterland- Lenas neue Freunde
Autor: Jo Pestum
Preis: € - [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 120
Verlag: Schneider Buch
Reihe: Band 1 von 6
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
Kaufen?    amazon (ähnlich) | Verlag*





Inhalt 
Lange Jahre stand der alte Pferdehof leer. Doch jetzt ziehen Lena und ihr Bruder Pitt, die Eltern und Wuschelnd Ronja von der Stadt aufs Land. Und schon beginnen die Abenteuer! Wer hat das rätselhafte Pferd in den Stall gebracht? Warum grasen plötzlich zwei Haflinger mit einem Fohlen auf der Weide? ? Und wird die junge Reiterin Annette Lenas neue Freundin werden? (Den Klappentext habe ich von meiner Ausgabe übernommen).

Meine Meinung 
Dieses Buch habe ich mit mit 10 auf einem Bücherflohmarkt gekauft und nun, 10 Jahre später, habe ich mich doch dazu entschlossen, dieses Kinderbuch zu lesen. Das Cover gefällt mir wirklich gut- im Allgemeinen sind die Cover der Schneiderbücher mit tollen Illustrationen gestaltet.
Begonnen hat die Handlung direkt mit dem recht chaotischem Umzug der Familie, dadurch hat man alle Charaktere kennengelernt und ein Gefühl für den Zusammenhalt dieser bekommen. Lena und Pitt sind zwei quirlige Kinder, immer auf Entdeckungstour und voller Energie, was dem Buch eine gewisse Dynamik gibt.
Was den Charme dieses Kinderbuches ausmacht, ist die Atmosphäre und das Lesegefühl an sich. Durch die Beschreibungen der Autorin hatte man die ländliche Umgebung direkt vor Augen und hat sich direkt in die Szenerie hineinversetzt gefühlt. Ebenfalls hatte ich beim Lesen ein richtiges Sommerfeeling von Leichtigkeit und Wären, sowie einer Art Gemütlichkeit, die ich von anderen Schneiderbüchern (wie z.B. Bille udn Zottel, Hanni udn Nanni etc.) kenne.
Was mir etwas gefehlt hat, war ein roter Faden, der die Handlung zu einem konkreten Ziel hingeführt hätte. Zudem wäre es schön gewesen, wenn die entstehende Freundschaft zwischen Lena und Annette mehr zum Tragen gekommen wäre.

Fazit
Ein supersüßes sommerliches Kinderbuch, das vor allem jüngeren Lesern noch mehr Freude bereite wird.
4 / 5 Herzchen


* Da der Verlag dieses Buch nicht mehr im Programm fürht, kann ich leider nicht darauf verweisen

Dienstag, 27. Juni 2017

Ich träum von einem Pferd (Tina Caspari, Gitta von Cetto)



Titel: Ich träum von einem Pferd
Autor: Tina Caspari, Gina von Cetto
Preis: € - [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 378
Verlag: Schneider Buch
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag





Inhalt 
Dies sind zwei romantische Geschichten aus vergangener Zeit: Sie erzählen von der großen Zuneigung der Mädchen Herne und Franziska zu ihren geliebten Reitpferden Prinz und Sommerwind. Über hundert Pferde leben auf dem ostpreußischen Gut und dem bayerischen Landesgestüt. Für die Mädchen ist die schönste Stunde des Tages, wenn die Jungpferde von der Koppel zurück in den Remontenstall kommen. Dann ist der Hof voller durcheinaderquirlender, schöner junger Pferde! Als eine neue Zeit beginnt, sind die Mädchen erwachsen geworden. Aber die Zukunft mit den Pferden liegt vor ihnen!

Meine Meinung 
Ich habe früher tausende von Pferdebüchern verschlungen und deshalb war mir auch fast einem Jahrzehnt mal wieder danach. Das Cover ist klassisch für diesen Verlag und weckt in einem die Nostalgie. In diesem Buch sind zwei verschieden Geschichten enthalten, beide spielen zur Zeiten des Kaiserreichs bzw. dann erster Weltkrieg, was etwas Neues für mich war. Nun aber zu den einzelnen Gesichten:
Das rote Fohlen (Tina Caspari)
In dieser Geschichte ist unsere Protagonistin Franziska zu Beginn acht Jahre alt und wächst mit »ihrem« Fohlen auf und wird mit diesem Erwachsen. Sie war mir alles andere als sympathisch, da sie eingebildet, störrisch und sehr launisch war und schon diese pubertäre »Alles sind gegen mich«- Einstellung hat. Positive Charakterzüge an ihr waren aber, dass sie später lernt Verantwortung zu übernehmen und die Aufgaben der Erwachsenen übernimmt. Da Franziska in einem gehobenen Umfeld aufwächst, erfährt man als Leser, wie die Umgangsformen früher waren.

Jeden Tag hundert Pferde (Gitta von Cetto)
In dieser Geschichte stehen die beiden Schwestern Henry und Vera, wobei Henry unsere junge, ungestüme Protagonistin ist. Sie war mir sehr sympathisch: sie ist eine Tagträumerin, setzt sich über Konventionen hinweg und ist ein ziemlich taffes Mädel. Ihre Schwester wird imLaufe der Handlung von einer Pferdenärrin u einer jungen Frau, diesig mehr für Tanzabende und Mode interessiert. Dadurch, dass dieses Buch den ersten Weltkrieg mit einbezieht, bekommt es eine sehr ernste Note, denn es herrscht Hunger und die beständige Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren.

Was beide Bücher gemein hatte, war, obwohl sie zu unterschiedlichen Zeiten spielen, dass sie die typischen Rollenbilder in Frage stellen. Beide Protagonistinnen tragen lieber Hosen als Kleider, machen sich dreckig und sind eher daran interessiert ein Gestüt zu verwalten, als im Haus zu sitzen und Inventur zu führen.

Fazit
Ein schönes Kinderbuch über Pferde, dass mit der historischen Komponente nicht 08/15 war.
4 / 5 Herzchen


Anmerkung: Da dieses Buch schon etwas älter ist, kann ich leider weder auf eine offizielle Amazon-Seite, noch auf den Verlag verweisen