Posts mit dem Label Twilight-Saga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Twilight-Saga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 1. Juni 2019

Biss zum Abendrot (Stephenie Meyer)

Biss zum Abendrot (Stephenie Meyer)
624 Seiten | € 22,99 [D] | Hardcover | 3+ Herzchen
Band drei von fünf
Verlag (Carlsen) | amazon
INHALT
Bellas Leben ist in Gefahr. Ein offensichtlich blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache. Und seine Spuren führen zu Bella. Aber damit nicht genug: Nachdem sie wieder mit Edward zusammen ist, muss sie sich zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrer Freundschaft mit Jacob entscheiden – doch damit könnte sie den uralten Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfachen …  

DER ERSTE SATZ
All unserer Versuche, noch einen Ausweg zu finden, waren vergebens gewesen.

MEINE MEINUNG
Biss zum Abendrot ist mir kein unbekanntes Buch, da ich es ebenso wie die anderen Bände der Twilight-Saga zig Mal gelesen habe. Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr gefreut wieder in die Welt von Bella und Edward einzutauchen.
Direkt aufgefallen ist mir, das Bella erwachsener geworden ist. Sicher in ihrer Entscheidung ein Vampir zu werden und ebenfalls entschlossen, sich von Edward nichts vorschreiben zu lassen, da  sich dieser doch extrem eifersüchtig und besitzergreifend verhalten hat. Dadurch, dass die Protagonistin ihren Schulabschluss macht, war die erste Hälfte des Buches von einer gewissen melancholischen Stimmung geprägt, aber ebenso von der Neugier auf die Zeit nach der Highschool. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass Bella mehr Zeit mit ihren menschlichen Freunden verbringt, wodurch man sie als Leser nochmals von einer anderen Seite kennen lernen konnte.
Zudem wird die nun etwas komplizierte Freundschaft zu Jacob Black aufgegriffen, mit dem Bella viel Zeit verbringt, obwohl ihr durchaus bewusst ist, dass Jacob sie weit mehr als eine Freundin sieht. Und hier kommen wir zu einem der Punkte, der mich tierisch genervt hat.Jacob ist unglaublich penetrant und starrköpfig in seinem Versuch, Bella davon zu überzeugen, dass er ja der Richtige sei, obwohl sie ihm mehr als einmal klarmacht, dass er für sie nie mehr als ein Freund, ein Fels in der Brandung sein wird. Anstatt diese nett formulierten Abfuhren wie ein Mann anzunehmen, lässt Jacob nicht locker und verhält sich wie ein unreifer Teenager, beinahe wie ein Kind (was er letztendendes eigentlich auch ist). Ich habe nie verstanden, was alle an Jacob Black finden, vor allem da mir extrem aufgefallen ist, wie inkompatibel die beiden als Paar wären. Denn abgesehen davon, dass Bella nicht ihre Sterblichkeit aufgeben müsste um mit ihm zusammen zu sein, hat der junge Werwolf einfach nichts zu bieten.
S. 513
In der zweiten Hälfte des Romans liegt der Fokus auf der Vorbereitung für den Kampf gegen die Neugeborenen. In Zuge dessen erfährt man auch Vieles über die Vergangenheit der Quileute, als auch die Vorgeschichte anderer Familienmitglieder der Cullens. Diese Kapitel haben mir wirklich gut gefallen, zum einen, da ich generell an Legenden (auch wenn diese nur fiktiv sind) interessiert bin, zum anderen, da hier viele Verhaltensweisen erklärt werden beziehungsweise nun Sinn ergeben.
Was mich aber dann gestört hat, war, dass Bella ohne ersichtlichen Grund wieder in Selbstmitleid versinkt. Es gab wirklich keinen Grund für sie zu jammern oder ihr Schicksal zu bedauern-vor allem da ihre »Probleme« nun die eines normalen, typischen Teenies sind und sie diesen zuvor nie Beachtung geschenkt hat. Der Kampf gegen die Neugeborenen und Victoria war spannend geschrieben (auch wenn ich natürlich wusste, wie es ausgeht) und nach wie vor bin ich einfach erschüttert darüber, dass Bree keine Chance gegen wurde weiterzuleben (darüber erfährt man ja etwas in dem Zusatzband Biss zum ersten Sonnenstrahl- Das kurze zweite Leben der Bree Tanner).
Das Ende hat alles schön abgerundet, sodass ich mich nun sehr auf Band vier freue.

FAZIT
Trotz einiger Schwachstellen hat mich der dritte Band der Twilight-Saga wieder gut unterhalten können. Falls ihr gerne Vampir-Romane lest, kann ich euch diese Reihe generell ans Herz legen.
3+ / 5 Herzchen 
Weitere Bände:

Hier geht es zu allen Rezensionen der Reihe.

Donnerstag, 29. November 2018

Biss zur Mittagsstunde (Stephenie Meyer)



Titel: Biss zur Mittagsstunde
Autor: Stephenie Meyer
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 576
Verlag: Carslen
Reihe: Band zwei von vier
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 3+ Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag






Inhalt
Für immer mit Edward zusammen zu sein - Bellas Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer. Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob gibt ihr die Kraft weiterzuleben. Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde ...

Der erste Satz
Ich kam mir vor wie in einem schrecklichen Albtraum, in dem man rennt und rennt; die Lunge droht schon zu bersten, aber man kommt einfach nicht schnell genug voran.

Meine Meinung 
Mein dreizehnjähriges Ich war kein großer Fan des zweiten Bandes. Zu wenig Edward, eine traurige Bella und dieser komische Jacob, der was von Bella will, haben das Buch für Klein-Elisa zu keinem großartigen Leseerlebnis gemacht. Nun, acht Jahre später sehe ich das etwas anders.
Nun, wo soll ich anfangen? Es ist mir recht leicht gefallen, in die Geschichte einzutauchen. Vielleicht weil mir dieses Gefilde so vertraut ist, da ich die Reihe früher gefühlt tausend Mal gelesen habe. Vielleicht auch wegen der schwermütigen Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht und den Leser fest umklammert hält.
Da ich weiß, wie sehr das Verlassen-Werden, Verlassen-Sein schmerzen kann, erschien mir die Beschreibung von Bellas Liebeskummer authentisch. Sie verfällt regelrecht in eine schwere Depression, die die Autorin vor allem mit Wasser-Metaphern beschreibt, was ich als äußerst zutreffend empfinde. 
S. 90
Auch Bellas Entwicklung, die positiven Auswirkungen durch Jacobs Freundschaft waren interessant zu verfolgen. Was für sie zuerst Mittel zum Zweck ist, wird ihr Heilmittel und sie blüht förmlich unter Jacobs Wärme auf. Zu kritisieren habe ich jedoch an dieser Stelle, dass dieser, obwohl er mehr für Bella empfindet, trotzdem mit ihr Zeit verbringt, wohlwissend, dass sich nicht mehr ergeben wird. Vielleicht ist Jacob Black masochistisch veranlagt, aber welcher Kerl verbringt sehr viel Zeit mit seiner Angebeteten, die ihn schon mehrmals abserviert hat?
Nichtsdestotrotz war es schön zu lesen, wie positiv Freundschaft einen vor allem in einer schweren zeit beeinflussen kann. Auch wenn das Buch über 500 Seiten hat, so hatte ich selten das Gefühl, dass es sich zieht, vor allem gegen Ende bin ich nur noch über die Seiten geflogen.
S. 354

Das Finale war spannend und Stephenie Meyer schafft es, die innere Unruhe der Protagonistin auf den Leser überspringen zu lassen. Besonders aufgefallen ist mir diesmal die Grausamkeit der Volturi, die zwischen den Zeilen zu lesen ist und nicht direkt angesprochen/-geschrieben wird. Was mich am Ende jedoch gestört hat, war, das Bella Edward bedingungslos vergibt. Vielleicht ist sie zu gutgläubig oder Ähnliches. Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir Edwards Sprache: so geschwollen spricht nicht einmal jemand der zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gelebt hat.

Fazit
Mir hat dieses Buch wieder gut gefallen- auch wenn es mich nicht vom Hocker reißen konnte, ist es dennoch ein nettes Lesevergnügen für zwischendurch.
3+ / 5 Herzchen 
Weitere Bände:

Hier geht es zu allen Rezensionen der Reihe.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Biss zum Morgengrauen (Stephenie Meyer)



Titel: Biss zum Morgengrauen
Autor: Stephenie Meyer
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 528
Verlag: Carlsen
Reihe: Band 1 von 4
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 3+ Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag






Inhalt 
Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennen lernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann? Die Geschichte einer verbotenen Liebe beginnt, einer Liebe gegen jede Vernunft.

Meine Meinung 
Wie bewertet man ein Buch, das man circa elf mal gelesen hat (das letzte Mal vor sechs Jahren)? Genau diese Frage habe ich mir beim Reread des Buches gefragt, das mich in das Genre »Jugendbuch« eingeführt hat. Mittlerweile hat Twilight ein neues Cover- meine Ausgabe ist noch die mit dem Halsausschnitt, doch die neue Gestaltung mit dem weißen und roten finde ich auch recht gelungen.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die siebzehnjährige Bella Swan, eine durchschnittliche Protagonistin, ohne nennenswerte Eigenschaften- was sie auf den ersten Blick eher langweilig erscheinen lässt, wenn man aber etwas länger darüber nachdenkt, ist festzustellen, dass sie dadurch recht authentisch wirkt- denn schließlich kann es nicht immer eine unabhängige Powerfrau sein. Edward, der junge Mann, in den sie sich schließlich verliebt, erschien mir dann doch recht blass. Er war zu perfekt, zu glatt, als das man irgendwie ein komplettes Bild eine Person hätte erhalten können, obwohl er so viel Charisma hatte.

S.99
Trotz der Tatsache dass sich das Verliebtsein, beziehungsweise die gesamte Beziehung sich meines Erachtens viel zu schnell entwickelt hat, war die Handlung in sich schlüssig und die Ereignisse haben aufeinander aufgebaut, sodass sich ein stimmiges Bild ergeben hat. Vor allem als die gesamte Familie Cullen in Bellas Leben tritt, wird ein wunderbarer Zusammenhalt gezeigt, eine bedingungslose Loyalität und das Wohl eines anderen wird über das Eigene  gestellt. Viele kritisieren die Art wie Stephenie Meyer ihre Vampire gestaltet hat, wie beispielsweise das Glitzern in der Sonne, mir gefällt der Ansatz jedoch recht gut, da er nicht die gängigen Klischees (abgesehen vom Blut trinken) bedient.
Auch wenn die Geschichte vor Kitsch und Übertreibungen strotzt, so verstehe ich, warum mich dieses Buch als Zwölfjährige so fasziniert hat. Denn welches junge Mädchen wünscht sich nicht diese eine utopische Liebesbeziehung mit dem absolut perfekten, unwiderstehlichen Partner? Da der Schreibstil der Autorin durch sich wiederholende Phrasen einfach und flüssig zu lesen ist, fliegt man recht schnell durch dieses Buch.

Fazit
Auch wenn mich Twilight nicht mehr so begeistern konnte wie früher, wird es dennoch einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten. An sich ist das Buch nicht schlecht, aber für meine Ansprüche ist es auch nicht atemberaubend. Ich freue mich aber schon in die Fortsetzung der Geschichte abzutauchen, da es doch einen gewissen Charme hat.
3+ / 5 Herzchen