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Donnerstag, 25. Februar 2021

The Hate U Give (Angie Thomas)

The Hate U Give (Angie Thomas)
512 Seiten | € 18,00 [D] | Hardcover | 4,5 Herzchen
Prequel: Concrete Rose
Verlag (cbj) | pustet.de

INHALT
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Samstag, 24. August 2019

Amy on the summer road (Morgan Matson)

Amy on the summer road (Morgan Matson)
480 Seiten | € 8,99 [D] | Taschenbuch | 5 Herzchen (Stand: 2015)
Verlag (cbj) | amazon
INHALT
Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen … im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Und so begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Und während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag ...

Samstag, 25. Mai 2019

Der Joker (Markus Zusak)

Der Joker (Markus Zusak)
448 Seiten | € 9,99 [D] | Taschenbuch | 3,5 Herzchen
Verlag (cbj/cbt) | amazon
INHALT
In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.

DER ERSTE SATZ
Der Bankräuber ist ein totaler Versager.

MEINE MEINUNG
Dieses Buch. Es ist schwer in Worte zu fassen, da es doch recht außergewöhnlich ist. Der Joker war mein erstes Buch von Markus Zusak, einem Autor, der jedem lesebegeisterten Menschen allerspätestens nach seinem Beststeller »Die Bücherdiebin« bekannt sein musste.
Von Beginn war ich fasziniert von dem außergewöhnlichen Schreibstil. Kurze prägnante Sätze, die es sehr oft beinahe schmerzhaft auf den Punkt bringen. Denn Ed Kennedys Geschichte ist die Geschichte eines jungen Mannes, der im Leben versagt hat und durch außergewöhnliche Ereignisse lernt, dass er es ist, der nicht nur sein Schicksal lenken und beeinflussen kann, sondern auch das seiner Mitmenschen.
Das Handlungsschema des Buches ist vorhersehbar, was mir nicht allzu gut gefallen hat und erst gegen Ende wurde ersichtlich wohin das alles führt, beziehungsweise der eigentliche rote Faden der Geschichte hat mir an vielen Stellen einfach gefehlt, sodass viele Szenen, auch wenn sie interessant beschrieben wurden, einfach keinen Mehrwert hatten.
Positiv wiederum aufgefallen ist mir, wie gesellschaftskritisch Zusak schreibt. Er legt bewusst den Fokus auf Perspektivenlosigkeit, Kriminalität, Gewalt, (sexuellen) Missbrauch, Armut und Vorurteile- er zeigt die Verlierer der Gesellschaft auf, nicht die Gewinner. Die schwierigen Verhältnisse auch zwischen Familienmitgliedern.
S. 281
Ed Kennedy war ein interessanter Protagonist, extrem durchschnittlich, weder zufrieden, noch unzufrieden, er nimmt die Dinge, wie sie sind und wie sie kommen.  Das verändert sich im Laufe des Buches. Er wird mutiger, wächst über sich hinaus, hinterfragt alles und lernt letztendlich, sein Leben in die Hand zu nehmen und verändert aber auch aktiv die Situation anderer- meist zum Positiven. Er ist ein loyaler Freund, ist im Bezug auf seine Freunde sehr nachsichtig und geduldig. Vor allem sein Verhältnis zu Ausreist extrem interessant: seine Liebe zu ihr äußert sich in den kleinen Dingen und mir als Leser hat er schon fast Leid getan.
Manche Szene waren authentisch, manche extrem unglaubwürdig und abgedreht und doch hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht, auf seine ganz eigene Art und Weise.

FAZIT
Der Joker ist ein außergewöhnliches Buch, das sich schwer in Worte fassen lässt. Es war ein nettes Lesevergnügen und keine 08/15 Lektüre, die mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird.
3,5+ / 5 Herzchen

Freitag, 21. September 2018

KURZMEINUNGEN | August 2018 📚

Hallo alle zusammen!

Auch im August habe ich zwei Bücher gelesen, denen ich keine einzelne Rezension widmen werde, jedoch natürlich kurz zusammenfassen möchte, ob und wie sie mir gefallen haben. Diesmal sind die beiden Lektüren eher für jüngere Leser geeignet, nichtsdestotrotz hat es mir Spaß gemacht in die Geschichten einzutauchen. Nun viel Spaß beim Lesen!

Jungs zum Anbeißen (Mari Mancusi)
288 Seiten | € 9,95 [D] | Taschenbuch | 3 / 5 Herzchen
Band 1 von 8
Verlag (Arena) | amazon
Der Vampir Magnus hat aus Versehen Sunshine gebissen – anstelle ihrer Gothic-Zwillingsschwester Rayne, die sich monatelang auf ihre lang ersehnte Verwandlung vorbereitet hat. Für Sunny gibt es nur eine Frage: Wie kann die Sache so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden? Schließlich will sie mit dem Traumtyp ihrer Schule zum Abschlussball. Aber dann bietet Magnus seine Hilfe an? Und er ist wirklich zum Anbeißen...

Mit 12 habe ich dieses Buch gefeiert, denn was gab es bitte Besseres als Vampire? Nun, mit 21 bin ich zwar nicht mehr in der Vampir-Phase, nichtsdestotrotz hat mir diese Geschichte gut gefallen. Vor allem der Kontrast zwischen Sunshine und Rayne war einfach nur genial, genauso wie die Vampir-Welt, die die Autorin geschaffen hat- vor allem der Verwandlungsprozess war interessant beschrieben. Auch der zum Teil groteske Humor war ein großer Pluspunkt. Natürlich hat sich die Liebesgeschichte in den knapp 300 Seiten recht schnell entwickelt, was für mich ein Kritikpunkt ist, da es einfach -Vampir hin oder her- nicht realistisch ist, vor allem, da Magnus und Sunshine zu Beginn alles andere als begeistert voneinander sind. Zudem hat mir ein richtiger Höhepunkt gefehlt, doch trotzdem kann ich diese Buch vor allem an jüngere Leser weiterempfehlen, da es eine kurzweilige unterhaltsame Lektüre ist.

Julia und ihr Fohlen (Christiane Gohl)
Band 7 von 20
160 Seiten | € 5,00 [D] | Taschenbuch | 4 / 5 Herzchen
Verlag* (cbj) | amazon
Julia ist wunschlos glücklich mit ihrem ersten eigenen Pferd, dem Fohlen Coffee. Doch dann lernt sie Marcel, den Bruder ihrer Freundin Janina, kennen und alles wird anders. Die erste große Liebe stürzt Julia in mancherlei Konflikte, denn der begeisterte Tennisspieler Marcel findet Pferde ziemlich langweilig. Für Julia ist es gar nicht so einfach, alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen. Soll sie tatsächlich Marcel zuliebe ihr Hobby an den Nagel hängen?


Auch wenn dies Band sieben der Reihe ist und ich bezüglich der Gesamt-Geschichte viele Wissens-Lücken habe, fiel es mir leicht, in die Geschichte hineinzufinden. Diesmal liegt der Fokus nicht nur auf dem Reiten, sondern auch auf Julias erster Beziehung, die das bodenständige, natürliche Mädchen  verändert. Denn plötzlich hat sie keine eigene Meinung mehr, vernachlässigt ihr Hobby und gleicht nun eher einer Partymaus, als einer Pferdemädchen. Dadurch, dass man auch Julias Gedanken erfährt, ist es interessant zu lesen, in welchem Konflikt sie sich befindet. Eigentlich mag sie Marcel, aber auch die Pferde. Und Partys und sich Schminken ist zwar ganz nett, aber viel schöner ist doch das Reiten. Aber muss man für eine Beziehung nicht Opfer bringen? Ich denke jedes junge Mädchen kann sich in diesen Gedankengängen wider finden. Ein anderes Thema, das zum Tragen gekommen ist, war mangelndes Selbstvertrauen / Selbstwertgefühl und durch was dieses ausgelöst werden kann. betroffen hiervon war Janina, ein ruhiges zwölfjähriges Mädchen, das absolut nichts von sich hält. Die Hintergründe werden offengelegt und zeigen, wie wichtig ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander ist. Dass nicht nur Taten, sondern auch Worte verletzen. Die Atmosphäre des Buches hat mir wieder gut gefallen und es war die perfekte Lektüre für eine gemütlichen Nachmittag.  Eine Leseempfehlung an euch, auch wenn ihr schon etwas älter sied und mit Pferden nichts am Hut habt.

Welche Phasen habt ihr in eurer Teenie-Zeit durchlebt beziehungsweise seid ihr auch so Vampir-verrückt gewesen?

Lesende Grüße
Elisa

Samstag, 4. August 2018

Mein Sommer nebenan (Huntley Fitzpatrick)



Titel: Mein Sommer nebenan
Autor: Huntley Fitzpatrick
Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 512
Verlag: cbj
Reihe: Eins von zwei (Band zwei ist ein Spinn-off)
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 4,5 Herzchen
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Inhalt 
Samantha Reed liebt die Garretts heiß und innig – doch nur aus der Ferne. Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind alles, was Samanthas Mutter ablehnt: chaotisch, bunt und lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie verliebt sich mit Haut und Haaren und wird von den Garretts mit offenen Armen aufgenommen. Eine Zeit lang gelingt es Samantha, ihr neues Leben vor der Mutter geheim zu halten. Doch als ein Autounfall die Garretts aus der Bahn wirft, muss Samantha eine schwere Entscheidung treffen …

Der erste Satz
Die Garretts waren für uns von Anfang an tabu.

Meine Meinung 
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes für mich. Auch wenn ich mich nicht mehr an Vieles erinnern konnte, so wusste ich, dass ich es nach dem ersten Mal lesen abgöttisch geliebt hatte. Damals war ich Sechszehn. Jetzt bin ich einundzwanzig und was soll ich sagen? Meine Meinung hat sich kaum geändert. Doch bevor ich dazu komme, was mir an diesem Buch gut gefallen hat, möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren: ist es nicht schön? Normalerweise bin ich kein Fan von Büchern auf denen Menschen abgebildet sind, doch hier kann ich getrost darüber hinwegsehen.
Im Fokus der Handlung steht Samantha, eine junge Frau, mit der sich wohl jeder zumindest ein bisschen identifizieren kann: zielstrebig, perfektionistisch und neugierig auf das Leben. Oder wohl eher auf das Leben der Nachbarn. Denn auch wenn unsere Protagonistin in einem scheinbar idealem Haushalt aufwächst, ist sie von den Garrett fasziniert. Die Beschreibung dieses Kontrast hat mir sehr gut gefallen, insbesondere weil die Garrett-Familie so authentisch und lebensnah scheint. Vor allem als man diese kennenlernt, muss man jeden einzelnen Charakter einfach nur ins Herz schließen. Jeder Familienmitglied hat eine ganz spezielle Eigenschaften, sodass man sie gut auseinanderhalten kann.
Nicht so wirklich verstanden habe ich Sams Freundschaft zu Nan, ihrer ABF, die im gesamten Buch nur zickig, eifersüchtig und herrisch war. Ich konnte ihr einfach nichts Gutes abgewinnen und auch nicht nachvollziehen, was Sam bei ihr gehalten hat. Ganz anders als bei Tim, Nans Zwillingsbruder und ein alter Kindheitsfreund von Sam. Zu Beginn war er mir äußerst unsympathisch, da er sehr aufdringlich war, andere mit seinem Verhalten gefährdet und äußerst uneinsichtig bezüglich seines Drogenproblems war. Doch innerhalb dieser fünfhundert Seiten macht er eine Wahnsinns-Entwicklung durch, die nicht nur authentisch war, sondern auch gezeigt hat, dass es einen starken Willen braucht um aus einer Sucht, die durch mangelnde Zukunftsperspektiven  entstanden ist, herauszukommen.

S. 442
Das Tempo in der sich die Beziehung zwischen Jase und Samantha entwickelt hat, war für mich sehr stimmig und hat eine wunderschöne Atmosphäre kreiert, die sich durch das ganze Buch gezogen hat. Ebenso interessant war das Verhältnis der Protagonistin zu ihrer Mutter. Letztere ist ein schwieriger Charakter, von dem ich nichts sagen kann, ob ich sie hasse oder verstehe. Denn einerseits ist sie aufopferungsvoll, möchte ihren Kindern das Beste bieten, doch gleichzeitig erwartet sie von ihnen immer 150 Prozent und versucht vor allem nach außen den Schein hin zu wahren- um vermutlich die eigene Unsicherheit zu kaschieren- was sich in einem beinahe schon neurotischen Putzzwang äußert.
Das Buch behandelt neben dem Thema erste Liebe, Drogenkonsum und Sommer, das Erwachsenwerden und die damit verbundene Loslösung von den Ansichten des Elternhauses. Welche Wertvorstellungen werden beibehalten und muss man seinen Eltern, egal was sie tun Loyalität beweisen? Dieser daraus entstehende Konflikt war spannend geschildert.
Was mich aber gegen Ende etwas gestört hat, war, dass diverse Dinge extrem schnell verzeihen wurden, beziehungsweise zu schnell als »Okay« abgestempelt wurde. Es mag vielleicht sein, dass manche Menschen sehr schnell vergeben, doch die Ausgangssituation war nicht gerade eine, in der ich solch ein Verhalten realistisch gefunden hätte.

Fazit
Ein wunderschönes Jugendbuch über die Liebe, den Sommer und das Leben. Ich kann euch Mein Sommer nebenan nur wärmstens empfehlen.
4,5 / 5 Herzchen

Mittwoch, 11. Juli 2018

Eine für vier (Ann Brashares)



Titel: Eine für vier
Autor: Ann Brashares
Preis: € 7,90 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Verlag: cbj
Reihe: Band eins von fünf
Altersempfehlung: 12 - 15 Jahre
Meine Wertung: 5 Herzchen
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Inhalt 
Es ist ein Sommer wie kein anderer. Carmen, Bridget, Lena und Tibby werden süße 16 und zum ersten Mal trennen sich ihre Wege. Um in Kontakt zu bleiben, schicken sie eine Jeans auf Reisen – von einer zur anderen, um die halbe Welt, in einer Zeit, in der sich alles verändert und die vier ganz unterschiedliche Erfahrungen machen mit Liebe, Verlust, Trauer und Freundschaft.

Der erste Satz
Es war einmal eine Hose.

Meine Meinung 
Dieses Buch habe ich das erste Mal mit dreizehn gelesen. Oder vierzehn. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich es »so lala« fand. Zu wenig Action, zu wenig Drama, zu wenig Extremen. Was ich nicht wusste, war, dass dieses Buch sehr viel authentischer ist, als ich zu damaligen Zeitpunkt vermutete. Denn jetzt mit einundzwanzig, hat sich meine Meinung hinsichtlich dieser Lektüre sehr verändert.
S. 261
Ich erwartete eine luftig leichtes Sommerbuch über Freundschaft, die erste große Liebe, ganz viele Klischees. Was ich bekam war weniger und mehr zugleich. Ja, dieses Buch thematisiert Freundschaft.  Auf so wundervolle und einfühlsame Weise. Was Freundschaft bedeutete, welche Schwierigkeiten manchmal mit ihr einhergehen und welche Unterstützung und Liebe man mit dieser erfahren kann. Auch wenn man nur wenig über die Vergangenheit der vier jungen Frauen erfährt, so ist es offensichtlich, dass sie zusammengehören. Dies erschließt sich durch kleine Gesten, wie sie miteinander umgehen, wie sehr sie sich kennen. Denn obwohl Tibby, Carmen, Bridget und Lena äußerst unterschiedlich sind, so haben sie doch viele Gemeinsamkeiten, die erst auf den zweiten Blick erkennbar sind.
Es geht auch um Gefühle. Die erste Liebe, Scham, Eifersucht, Wut und Empathie, die man sich aus diversen Gründen nicht eingestehen möchte. Es geht um die Frage, wie weit Loyalität innerhalb der Familie  reichen kann und darf. Es geht um Trauer und Verlust, um psychische Erkrankungen, um destruktive Verhaltensweisen, die nicht als solche zu erkennen sind, um das große Rätsel, was dieses Erwachsenwerden eigentlich überhaupt ist.
S. 305
In den Kapiteln begleitet abwechselnd man jeweils eine der Freundinnen, sodass es definitiv nie langweilige wurde, da alle vier komplett unterschiedliche Dinge erleben. Schön eingefangen wurde dabei auch, dieses typische Sommergefühl, auch wenn nicht alle Ereignisse à la Friede-Freude-Eierkuchen waren. Die Autorin schafft es mit simplen Worten so viel sagen und die einzelnen Personen dreidimensional darzustellen, genauso wie die Familiensituationen übersichtlich darzustellen, sodass man als Leser trotz der vielen Personen keinerlei Schwierigkeiten hat, sich zurechtzufinden. Dieses Buch ist so nahe am Leben, was mir sehr gut gefallen hat, denn vor allem in der Jugendliteratur gibt es zu viele Happy-Ends und zu wenig Authentizität.

Fazit
Ein wunderbares Buch über Freundschaft, dass ich jedem nur ans Herz legen kann, der eine leichte Sommerlektüre mit Tiefgang sucht (denn beides muss sich nicht unbedingt ausschließen).
5 / 5 Herzchen

Donnerstag, 21. Juni 2018

Mein fremder Freund (Emma Haughton)



Titel: Mein fremder Freund
Autor: Emma Haughton
Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 3,5+ Herzchen
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Inhalt 
Im Alter von 13 Jahren verschwindet Hannahs bester Freund Danny – ohne eine einzige Spur zu hinterlassen. Drei lähmende Jahre voller Bangen und Hoffen später taucht er ebenso unvermittelt wieder auf. Verändert, ohne Erinnerung an die letzten drei Jahre, aber am Leben. Und das ist das Einzige, was zählt, denken Hannah und seine Eltern. – Zunächst. Denn nach und nach müssen sie erkennen, dass der Junge an ihrer Seite ihnen erschreckend fremd ist ... Kann es wirklich sein, dass er sich so verändert hat? Oder ist dieser junge Mann womöglich gar nicht Danny?

Der erste Satz
Ich hätte nicht hier sein sollen.

Meine Meinung 
Normalerweise treibe ich mich in den Gefilden der Fantasyromane umher und tauche auch mal in andere Bücherwelten ein, so auch hier, bei diesem Buch, einem Jugendthriller. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und nach wenigen Kapiteln habe ich in die Geschichte hineingefunden.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und kreiert eine spannungsgeladene Atmosphäre, die einen starken Suchtfaktor erzeugt hat, sodass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte! Vor allem haben sich die Ereignisse immer mehr zugespitzt und die zahlreichen kleinen Hinweise haben mich als Leser mitraten und -fiebern lassen.

S. 84
Das Gefühlschaos, dass Dannys Auftauchen in Hannah auslöst, ist authentisch beschrieben, vor allem ihre Skepsis gegenüber alldem war gesund und nicht blauäugig wie man von einer sechszehnjährigen vielleicht erwarten würde. Auch der Umgang der Protagonistin mit der siebenjährigen Alice, Dannys Schwester, die das Down-Syndrom hat, war absolut herzerwärmend.
Zu kritisieren haben ich jedoch, dass es vor allem zu Beginn zu »viele« Damals-Kapitel gibt. So hockt man als Leser förmlich auf heißen Kohlen und wartet auf ein Gegenwartskapitel, obwohl zunächst die ganze Vergangenheit aufgerollt wird. Hier hätte sich eine elegantere Aufteilung positiv auf das Leseerlebnis ausgewirkt (wobei dieser Punkt schon meckern auf sehr hohem Niveau ist, da mich das Buch trotz allem fesseln konnte).

S. 147
Nun aber zu dem, was mich anderthalb Herzchen abziehen hat lassen, denn Mein fremder Freund hatte bis kurz vor dem Finale durchaus das Potenzial gehabt ein Fünf-Herzchen-Buch zu werden. Und zwar war es die Auflösung. Zwar hatte ich mir meinen Teil denken können und das war auch vollkommen in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass ein Charakter eine 180 Grad Wendung hinlegt, was alles andere als authentisch war. Man kann nur durch Worte keinen Menschen, der jahrelang nach dem gleichen Muster gehandelt hat, zum Guten bekehren. So funktioniert diese Welt nicht. Und das hat mich einfach massiv gestört, da es derart unrealistisch war und einen fahlen Geschmack hinterlassen hat.

Fazit
Trotz der meines Erachtens grauenvollen Auflösung am Ende hat mir dieses Buch gut gefallen, da es einen durch seine spannende Atmosphäre in seinen Bann ziehen konnte und es absolut süchtig gemacht hat. 
3,5+ / 5 Herzchen

Donnerstag, 24. Mai 2018

Elfenkuss (Aprilynne Pike)



Titel: Elfenkuss
Autor: Aprilynne Pike
Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 368
Verlag: cbj
Reihe: Auftakt einer Tetralogie
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 3+ Herzchen
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Inhalt 
Durchscheinend blau und weiß sind sie und erschreckend schön, die flügelartigen Blütenblätter, die der 15-jährigen Laurel eines Morgens aus dem Rücken wachsen. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund David versucht sie, herauszufinden, was mit ihr geschieht. Doch erst als sie in dem verwunschenen Wald hinter ihrem Elternhaus auf den faszinierenden Tamani trifft, erfährt sie die unglaubliche Wahrheit: Laurel ist eine Elfe, die als kleines Kind zu den Menschen gesandt wurde, um das Tor nach Avalon zu beschützen. Sie weiß, am Ende wird sie sich entscheiden müssen: zwischen ihrem Leben als College-Mädchen und ihrer Bestimmung, vor allem aber zwischen dem attraktiven David und dem Frühlingselfen Tamani, dessen grüne Augen sie nicht mehr loslassen …

Der erste Satz
Laurels Schuhe trommelten einen fröhlichen Rhythmus, der keineswegs ihrer Stimmung entsprach. 

Meine Meinung 
Dieses Buch habe ich das erste Mal mit vierzehn gelesen und deshalb war ich umso gespannter, ob mir der Auftakt dieser reihe knapp sieben Jahre später genauso gutgefallen würde. Das Cover ist einfach wunderschön und ist definitiv eines meiner Favoriten in meinem Bücherregal.
Da die Autorin unmittelbar in die »richtige« Handlung einsteigt, habe ich leicht in die Geschichte gefunden. Die Idee mit den »Flügeln«, die die Protagonistin wachsen als auch das Setting im Allgemeinen haben mir gut gefallen, da die Umsetzung wirklich gelungen ist. Zudem entsteht durch zahlreiche unvorhersehbarere Ereignisse ein schöner Spannungsbogen. Auch wenn die Charaktere eher oberflächlich gehalten waren und ich mir in dieser Hinsicht mehr Tiefe und Dimension gewünscht hätte, so gab es doch Eigenschaften die gut herausgearbeitet wurden: zu einem Laueres Mut und Handlungsinitiative in brenzligen Situationen, als auch Davids bedingungslose Loyalität gegenüber Laurel.
Ein weitere Kritikpunkt ist der distanzierte Schreibstil, der zwar flüssig zu lesen war, aber es dem Leser kaum ermöglicht Nähe zu den Charakteren aufzubauen und mit diesen warm zu werden. Zudem habe ich Laurel übertriebene Schwärmerei für Tamani absolut nicht nachvollziehen können, da sie ihn kaum kennt und dennoch starke Gefühle für ihn entwickelt.
Nichtsdestotrotz passt bei diesem Buch irgendwie das Gesamtpaket, sodass ein gewisser Suchtfaktor vorhanden war, der mich mich immer weiter lesen hat lassen.

Fazit
Obwohl es einige Elemente gab, die mir nicht gefallen haben, so hat mich Elfenkuss durch seien originelle Idee und Handlung unterhalten können und mich neugierig auf Band zwei gemacht.
3+ / 5 Herzchen

Freitag, 16. Februar 2018

Julia und der Hengst aus Spanien (Christiane Gohl)



Titel: Julia und der Hengst aus Spanien
Autor: Christiane Gohl
Preis: € 5,00 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 160
Verlag: cbj
Reihe: Band 3 von 20
Altersempfehlung: 10 - 12 Jahre
Meine Wertung: 4 Herzchen
Kaufen?    amazon | Verlag*





Inhalt 
Julia und ihre Freundin Kathi bereiten sich auf die Prüfungen zu Reiterabzeichen und Reiterpass vor. Ihre Tage sind mit harter Arbeit angefüllt. Eine Abwechslung bringt die Ankunft des Andalusierhengstes Placido. Leider kann die neue Besitzerin überhaupt nicht mit dem rassigen Tier umgehen, denkt sogar schon über einen Verkauf nach. Plötzlich erscheint ein Junge im Reitstall, der, wie sich herausstellt, Mitglied einer spanischen Zirkusfamilie und ein hervorragender Reiter ist. Manuel sucht Arbeit und darf von nun an mit Placido arbeiten. Als sich die Mädchen mit der spanischen Familie anfreunden, erfahren sie auch von deren Geldsorgen. Schließlich rettet ein Schulprojekt den kleinen Wanderzirkus. Und dann kommt der Tag, an dem Julia und Kathi zeigen müssen, was sie gelernt haben. Ein glücklicher Tag, denn beide bestehen ihre Prüfungen und Placido findet bei der netten Frau Berndt ein neues Zuhause.

Meine Meinung 
Mit zehn Jahren hatte ich eine große Schwäche für Pferdebücher und nun, zehn Jahre später, habe ich doch dann mal zu diesem gegriffen, was ich aus einem unerklärlichen Grund nie gelesen habe (von dieser Reihe stehen noch ungefähr vier weitere Bände ungelesen in meinem Regal). Ich liebe gezeichnete Cover (da werde ich immer so nostalgisch) und das abgebildete Pferd erinnert mich sehr an Spirit (wer von euch kennt noch den Film von Dreamworks und hat ihn auch so abgöttisch geliebt?).
Auch wenn dies der dritte Band der Julia-Reihe ist, so habe ich recht leicht in die Geschichte hineingefunden. An der Seite der Protagonistin steht natürlich die beste Freundin-Kati- ein ebenso pferdebegeistertes Mädchen wie Julia selbst. Ebenso ins Herz geschlossen habe ich Stephanie, die Reitlehrerin der beiden, sowie Frau Berndt, als auch den Hengst Placid, der alle Reiter des Pferdehofs fasziniert hat. Positiv aufgefallen ist mir, dass in diesem Kinderbuch sehr viel Fachwissen über Pferde enthalten ist. Meine Kenntnisse über die verschiedenen Gangarten als auch die Reitausrüstung waren zwar noch einigermaßen vorhanden, jedoch habe ich Dank des kleinen Reitlexions am Ende des Buches mein Wissen erneuern bzw. auffrischen können. Auch für Leser, die in diesem Gebiet kein bisschen bewandert sind, sind die Beschreibungen in der Geschichte leicht verständlich. Zudem wird in dieser Geschichte Toleranz und Akzeptanz angesprochen, da die Zirkusleute aus Spanien stammen und aufgrund ihres »Nomaden-Status« (ein besserer Begriff um das zu beschreiben, ist mir leider nicht geläufig) mit einigen Problemen zu kämpfen haben.
Gut gefallen hat mir auch die Zirkusthematik, sowie die Vorbereitung auf die wichtige Reitprüfung, die den Höhepunkt der Handlung darstellt. Das Lesegefühl, sowie die Atmosphäre des Buches waren sehr angenehm, was unter anderem auf den flüssigen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist.

Fazit
Ein zuckersüßes Kinderbuch, aus dem auch Erwachsenen das ein oder andere noch mitnehmen können.
4 / 5 Herzchen


* Da der Verlag dieses Buch nicht mehr im Programm führt, kann ich leider nicht darauf verweisen.

Mittwoch, 2. August 2017

Kieselsommer (Anika Beer)



Titel: Kieselsommer
Autor: Anika Beer
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 320
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 3 Herzchen
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Inhalt 
Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Meine Meinung 
Ich liebe Bücher über Sommer, Freundschaften und Liebe, weshalb dieses Buch in mein Beuteschema fällt. Das Cover ist total schön und macht richtig Lust auf Sommer.
Im Fokus der Handlung stehen die beiden besten Freundinnen Tilda und Ella. Tilda ist ein richtiges Skatergirl und ein sehr lebendiger Charakter, der mir sehr sympathisch. Ella ist das komplette Gegenteil von ihr: zerbrechlich, still, unsicher. Ihr Reaktionen und ihr Verhalten waren manchmal etwas übertrieben, weshalb ich sie nicht so sehr gemocht habe. Mats war hingegen ein sehr authentisch gestalteter Charakter, wenn auch an manchen Stellen etwas zu Traumtyp-mäßig, vor allem gegen Ende hin. 
Die Konflikte zwischen Ella und Tilda waren realistisch dargestellt und ebenfalls gut gefallen hat mir, wie viele Kompromisse beide eingehen um ihre Freundschaft zu erhalten. Die Liebesgeschichte zwischen Ella und Mats war ziemlich kitschig, aber auch ziemlich süß zu lesen. Das Setting er Handlung ist der Spreewald und durch die bildlichen Beschreibungen der Autorin fühlt man sich als Leser in diese sommerliche Gegend hineinversetzt. 
Zu kritisieren habe ich jedoch, dass die Freundschaft zwischen Ella und Tilda vor Beginn der Konflikte nicht wirklich ausführlich dargestellt wurde, sodass ich als Leser  nicht wirklich wusste, was ihre Verbundenheit auszeichnet, aus welchem Material ihre Freundschaft geschnitzt ist und welche Ereignisse sie zusammengeschweißt haben. Diese zusätzlichen Details hätten der Geschichte definitiv mehr Tiefe verliehen. Ebenfalls war, wie oben bereist erwähnt die Liebesgeschichte nicht wirklich realistisch- mit 14 lernt man nicht die Liebe seines Lebens kennen und man kann sich nach zwei Tagen bereits »Ich liebe dich« sagen.

Fazit
Ein nettes Buch für zwischendurch, das vor allem für jüngere Leser mehr hergibt.
3 /5 Herzchen


*Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom cbj-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen dank dafür!

Sonntag, 28. Mai 2017

Niemand wird sie finden (Caleb Roehrig)



Titel: Niemand wird sie finden
Autor: Caleb Roehrig
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 416
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Meine Wertung: 3,5-4 Herzchen
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Inhalt 
Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen … Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

Meine Meinung 
Ich habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen und da der Klappentext und die ersten Seiten der Leseprobe mich angesprochen haben, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es die unheimliche Stimmung des Buches einfängt und diese besondere Gestaltung ein echter Blickfänger im Bücherregal ist.
Die Handlung beginnt mit dem Tag, an dem unser Protagonist Flynn von Januarys Verschwinden erfährt. Flynn war ein sehr sympathischer Protagonist uns sehr authentisch gestaltet, auch wenn ich ihn seiner Gedankenwelt und seines Handelns eher in die Sparte 16/17-jähriger eingeteilt hätte- unser Protagonist ist allerdings erst süße 15 Jahre alt. Auch wenn ich ein Mädchen bin, konnte ich mich gut in seine Lage versetzen, da Flynn Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen ausführlich aber keineswegs langweilig beschrieben werden.
January lernt man nur über Flynn Erinnerungen bzw. über die Erzählungen anderer kennen und ich habe es ziemlich schwer gefunden sie einzuschätzen. Zu einem war sie ein verzweifelter Teeanger, der versucht aus seinem goldenen Käfig auszubrechen, andererseits eine Lügnerin und hinterhältige *hier  ein beliebiges böses Schimpfwort einfügen*. Deshalb stand ich ihr Zwiespalten gegenüber. Die anderen Charaktere wie Flynns Eltern, sein bester Freund, und weiter Klassenkameraden und andere Bekannte von January, die der Protagonist im Laufe der Handlung kennenlernt, waren gut beschrieben.
Die Geschichte entwickelt sich in einem perfekten Tempo: es bleibt genug »Zeit« für eigene Spekulationen, jedoch geht es auch rasant voran, dass es sich nie zieht oder langweilig wird. Die Mittel, mit denen der Autor Spannung aufbaut, sind simpel, aber sehr effektiv. Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich schnell über die Seiten geflogen bin und das Buch nicht aus den Händen legen konnte/wollte. Die Auflösung war nicht vorhersehbar und auch im Allgemeinen war die Handlung, bis auf einen Punkt nicht vorhersehbar. Dieser Punkt ist... 

*ACHTUNG SPOILER!* Die LGBTQ Geschichte. Das Flynn schwul ist ist, war schon sehr früh offensichtlich, hier hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Das Outing war auch realistisch geschildert, die Liebesgeschichte jedoch hat sich an manchen Stellen VIEL ZU SCHNELL und unrealistisch entwickelt. Sodass dieser Punkt der Bewertung  leider sehr runterzieht (bei Liebesgeschichten bin ich mittlerweile etwas pingelig geworden)*SPOILER ENDE!*

Das Ende hat die Geschichte schön abgerundet und einem viel Raum für die eigenen Vorstellungskraft gegeben. Vielleicht wird es ja mal eine Fortsetzung geben?

Fazit
Ein toller Debütroman, der mir trotz einiger Schwächen richtig gut gefallen hat. Vor allem für etwas jüngere Leser (14-18) ist dieses Buch ein richtig guter Jugendkrimi und ich kann dieses Buch nur empfehlen, da es sehr spannend ist und man es ist einem Rutsch durchlesen MUSS!
3,5-4 / 5 Herzchen


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom cbt-Verlag als Rezensionsexemplar zugesendet. Vielen Dank nochmals dafür!

Donnerstag, 30. März 2017

Soulsister (Jennifer Benkau)



Titel: Soulsister
Autor: Jennifer Benkau
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 384
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
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Inhalt 
Obwohl Polly ganz anders war als die stille Romy, gab es zwischen den beiden Schwestern immer eine ganz besondere Verbindung. Seit Polly verunglückt ist, hat Romy sich völlig zurückgezogen. Bis sie eines Tages auf einen Jungen trifft – im wahrsten Sinn des Wortes: Bei dem Versuch, ihren Hund einzufangen, prallt sie mit Killian zusammen. Er ist ein aufstrebender Fußballstar und schon volljährig. Was will er schon mit einer unscheinbaren 15-Jährigen? Romy macht auf Polly und gibt sich als älter aus. Tatsächlich funkt es zwischen den beiden. Doch als ein Foto von ihnen gepostet wird, erfährt er aus dem Netz, dass sie erst 15 ist. Nun steht nicht nur Killians Liebe zu ihr, sondern auch seine Karriere auf dem Spiel …

Meine Meinung 
Ich habe mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen, da es das Thema »Schwestern behandelt, kombiniert mit einer Liebesgeschichte- also perfekt. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es schlicht ist und doch dieses eine besondere Merkmal hat (in diesem Fall die zwei Mädchen).
Romy war eine sehr sympathische Protagonistin und eine sehr authentische Fünfzehnjährige, die ihr Vorbild, ihre große Schwester verloren hat. Ihr bester Freund, Paul, war auch ein toller Charakter, da er sehr loyal ist und Romy sich zu 100 Prozent auf ih verlassen kann. Auch Sophia, mit der die Protagonistin sich im Laufe des Buches anfreundet, lässt sie erkennen, dass Menschen nicht immer so sind, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Kilian, in den sich Romy schließlich verliebt, war mir auch sehr sympathisch und er hat gut mit Romy harmoniert die in seiner Anwesenheit auftaucht und sehr schlagfertig wird. Leider war Polly, die mit Romy ab und an kommuniziert etwas blass gehalten und ich hätte mich eine genauere Beschreibung gewünscht um diesen Menschen, der für Romy doch sehr wichtig ist, besser kennenzulernen. Die Trauer der Protagonistin wurde sehr realistisch dargestellt sodass man sich  gut in sie hineinversetzen konnte und auch  im Allgemeinen wurden ihre Gedanken und Gefühle anschaulich dargestellt. 

S. 175
Die Handlung hat sich im richtigen Tempo entwickelt und war spannend zu lesen, da es viele Konflikte und Geheimnisse gab. Obwohl ich kein Fußballfan bin und ich mich überhaupt nicht dafür interessiere, hat genau diese Eigenschaft dem Buch das gewisse Etwas zu geben, da der Rahmen anders war. Die Liebesgeschichte zwischen Kilian und Romy hatte genau die richtige Menge an Realität mit einer kleine Prise Kitsch, sodass ich die Szenen zwischen den beiden gerne gelesen habe und auch, da die Beziehung nicht 08/15 ist, gab  es natürlich andere Probleme und Schwierigkeiten, mit denen die beiden konfrontiert worden sind.
Kritik anzubringen habe ich trotzdem: als Romys Eltern von der Beziehung erfahren, reagieren sie meines Erachtens total über. Auch wenn man später den Grund für ihr Handeln erfährt bzw. das  wirkliche Verhalten kennenlernt, rechtfertig es für mich nicht die heftige Reaktion. Ebenso ist es mir schleierhaft, wieso behauptet wird, dass Romy versucht wie Polly zu sein. Sie eifert vielleicht etwas ihrer großen Schwester nach, aber das ist normal und ich habe ihre Entwicklung zu einer schlagfertigen, ehrlichen jungen Frau, die zu ihren Fehler steht, als natürlich angesehen, vor allem da sie nur getrauert hat, und da gibt es nun mal keine wirklichen Charakterzug außer die die Trauer. Deshalb kann ich den Vorwurf, das Romy imitiert nicht nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch gerne gelesen- vor allem der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, sodass ich vollkommen in die Geschichte abtauchen konnte. Das Ende hat alles schön abgerundet und lässt einen als Leser genug Spielraum für die eigene Vorstellungskraft.

Fazit
Ein tolles Jugendbuch über das Loslassen, Erwachsen werden und die erste große Liebe.
4 / 5 Herzchen


Vielen Dank an den cbj- Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Samstag, 18. März 2017

Schau mir in die Augen, Audrey (Sophie Kinsella)



Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 384
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
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Inhalt 
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Meine Meinung 
Dies ist das erste Jugendbuch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich war sehr gespannt, wie es mir gefallen würde, da ich bereits viele verschiedene Meinungen darüber gehört habe. Das Cover ist einfach nur mega süß und auch die kleinen Illustrationen, die im Buchinneren zu Beginn jedes Kapitels zu finde waren haben mir sehr gut gefallen.
Ich habe sehr leicht in die Geschichte hineingefunden und man lernt als Leser Audrey, die Protagonistin, sowie ihre normal verrückte Familie kennen. Audrey ist wirklich ein wunderbarer Charakter und die Vierzehnjährige wurde sehr authentisch und realistisch dargestellt. Auch ihre Familienmitglieder waren deutlich beschrieben: mit ihren Stärken, Schwächen, Verhaltensweisen und  durch die Art, wie miteinander umgegangen wurde, hatte man das Gefühl, die fiktiven Personen wirklich zu kennen. Dadurch, dass die Konflikte realitätsnah waren, gab es auch viele Stellen zum Schmunzeln, da man sich wiederkannt hat.
Das Buch spricht, trotz seines genialen Humors, auch sehr ernste Themen an: Mobbing und psychische Krankheiten, in Audrey Fall soziale Phobie. Auch wenn die Protagonistin nur Andeutungen über die damaligen Ereignisse macht, kann man sich als Leser den Rest denken. Auch wie eine Angststörung ist und wie sie sich auf die betroffene Person auswirkt, war sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Der Handlungsverlauf hat mir ebenso gut gefallen, da nicht nur Audrey Genesung, sondern auch die Entwicklung ihrer Familie und die zwischenmenschlichen Beziehungen im Fokus standen. Auch die kleine Mini-Liebesgeschichte zwischen Audrey und Linus war echt putzig und nicht übertrieben. Die Protagonistin entwickelt sich weiter und kämpft sich wieder zurück ins Leben. Aber genau hier ist ein Kritikpunkt, den ich anzubringen habe: erstens ist eine Genesung von einer Angststörung nicht so pipifax und geht auch nicht so schnell von statten wie hier beschrieben. Ebenfalls ist eine Beziehung KEIN Auslöser für eine rapide Besserung und schon gar nicht ein Heilmittel. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin, wie bei den anderen Dingen realistisch bleibt. Nichtsdestotrotz hat es mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Fazit
Eine zuckersüße Geschichte, die ich jedem nur weiterempfehlen kann!
4 / 5 Herzchen

Donnerstag, 21. April 2016

We all looked up (Tommy Wallach)



Titel: We all looked up
Autor: Tommy Wallach
Preis: € 12,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 448
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 3 Herzchen
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Inhalt 
Was wäre, wenn ein riesiger Asteroid durchs All Richtung Erde trudeln würde und man eventuell nur noch zehn Wochen Zeit hätte, um all seine Wünsche und Hoffnungen in die Tat umzusetzen? Peter, Eliza, Anita und Andy müssen sich kurz vor dem Schulabschluss genau dieser Frage stellen. Ihnen bleiben zehn Wochen, um all ihre Hoffnungen und ihre Herzen in die Waagschale zu werfen, denn vielleicht, vielleicht, ist es die einzige Zukunft, die sie haben. In diesem existentiellen Carpe-Diem-Szenario stellt sich für den Sunnyboy Peter ebenso wie für die ehrgeizige Anita die Frage, was für sie wirklich zählt, und auch der sorglose Andy und die fatalistische Eliza mit ihrer Nach-mir-die-Sintflut-Haltung müssen zum ersten Mal ernsthaft ihr Leben überdenken.

Meine Meinung 
Das, was mich an diesem Buch als erste angezogen hat, war das einzigartige und wunderschöne Cover. Als ich dann den Klappentext durchgelesen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Nun kann ich sagen, dass ich diesem Werk zweigespalten gegenüberstehe, denn es gab sowohl viel positive als auch negative Aspekte.
Die Protagonisten dieses Buches könnten unterschiedlicher nicht sein und da man Einblicke in ihre Gedanken bekommt, ist festzustellen, dass sie nicht wirklich in die Schubladen passen, in die sie von der Gesellschaft (v.a. ihrem schulischen Umfeld) gesteckt werden. Die Jugendlichen waren mir eigentlich ganz sympathisch, vor allem der »Loser«, der ganz anders ist, als man zunächst annimmt. Doch diese Einzigartigkeit der Charaktere ist auch die größte Schwäche: die Charaktere entwickeln sich nicht wirklich weiter, was ich sehr schade fand, da hier wirklich sehr viel Potenzial verschenkt wurde. Es hat durchaus Situationen gegeben, in denen sie aus sich herauskommen hätten können oder sich hätten mausern können, doch nichts dergleichen ist passiert.
Die Handlung, sowie deren Verlauf hat mir nur bedingt gefallen. Die Art, wir die Situation eskaliert, im Bezug auf den Notstand der Bevölkerung, der »Alles egal«- Einstellung, der Zerfall der Gesellschaft hätte meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr ausgeführt werden können. Was mich hingegen an diesem Zerfall gestört hat, war, dass Seattle, die Stadt, und er die Handlung spielt, zu einem einzigen Drogenmilieu mutiert ist. Dies erschein mir sehr unrealistisch, genauso wie der Verlauf der Handlung ab Mitte des Buches Es ist für mich einfach ins Absurde abgerutscht, bis auf ein Teil des Finales, der durchaus brutal, aber auch wiederum sehr authentisch war, da sich dort alle Konflikte entladen haben. Nichtsdestotrotz war das Ende nicht ganz so zufriedenstellend, da für mich zu viel Fragen offen geblieben sind. Ebenfalls waren mir ein paar Handlungselemente zu krass bzw. zu oberflächlich gehalten.
Was definitiv ein sehr positiver Aspekt gewesen ist, ist der wunderbare Schreibstil des Autors. Dieser ist sehr bildlich und voller Metaphern und interessanten Überlegungen, sodass ich diese Passagen, in denen über den Sinn des Lebens philosophiert wurde, sehr gerne gelesen habe.

Fazit
Ein Buch mit vielen Stärken und Schwächen und ich denke, dass es nicht das letzte Buch sein wird, was ich von Tommy Wallach gelesen habe werde, da es mir sein Schreibstil sehr angetan hat.
3/5 Herzchen

Sonntag, 7. Juni 2015

Januarfluss (Ana Veloso)



Titel: Januarfluss
Autor: Ana Veloso
Preis: € 16,99 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 400
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahrem
Meine Wertung: 5 Herzchen
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Inhalt 
Brasilien, 1889. Die 15-jährige Isabel de Oliveira, Tochter eines verarmten Kaffeeplantagenbesitzers, soll mit dem mächtigen Dom Fernando verheiratet werden – der einfach nur abscheulich ist! Isabel flieht nach Rio de Janeiro, doch sie hat es sich einfacher vorgestellt, sich dort durchzuschlagen. Der 17-jährige Luiz erweist sich als Retter in der Not und gewährt ihr Unterschlupf. Allerdings verfolgt er seine eigenen Pläne, er kämpft gegen skrupellose Sklavenhändler – wie Dom Fernando. Hat die aufkeimende Liebe zwischen Isabel und Luiz unter diesen Umständen eine Chance?

Cover 
Das Cover ist einfach nur wunderschön. So bin ich auch in der Bücherei auf dieses Buch aufmerksam geworden.An sich ist das ganze eine Fotografie, doch darüber wurde ein Zeichnung gelegt und das verleiht dem ganzen ein besonderes Aussehen. Vor allem symbolisiert die junge rennende Frau die Freiheit für mich, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielt.

Meinung 
Ja, wieder ein Buch, das eigentlich meinem typischen Beuteschema entspricht. Historisches und dazu noch Brasilien? Der Klappentext hatte mich aber neugierig gemacht und so beschloss ich es zu lesen. 
Geschrieben ist das ganze aus der Ich- Perspektive, also direkt aus Isabels Sicht. Die Jugendliche ist zunächst etwas arrogant, verwöhnt und vor allem naiv und stürmisch, da sie wirklich überstürzt von Zuhause flieht, ohne die weiteren Geschehnisse abzuwarten (dies wirkte leicht unrealistisch). Doch im Laufe der Ereignisse- Isabel erlebt wirklich sehr viel, sowohl Gutes als auch Schlechtes- entwickelt sich aus ihr eine mutige, selbstständige Frau mit modernen Ansichten. Und diese starke, aber gut nachvollziehbare Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Zudem waren alle Charaktere- selbst wenn sie nur einen Kurzauftritt alle sehr lebendig und vielseitig! 
Bei jeder Station von Isabels Reise schient sich die Situation zuzuspitzen, dementsprechend wird es immer spannender, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Lu war einfach total meins: nicht übertreiben kitschig, einfach so, dass es ein Mädchenherz zum Schmelzen bringt. Was ebenfalls noch zu erwähnen ist, ist, dass die Autorin sehr authentisch das Rio de Janeiro des 19. Jahrhunderts darstellt, die krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich, zwischen den Schwarzen und Weißen, die beiden Seiten der Stadt, zu einem die verwahrlosten Favelas, zu anderem die großen geschmückten Villen der Plantagenbesitzer.
Auch das Ende kommt nicht zu abrupt, sodass die Geschichte schön abgerundet wird und man sogar etwas traurig ist, dass alles nun zu Ende ist!

Fazit
Dieses Buch hat mich sehr überrascht und das im positivem Sinne! Starke Charaktere in einer Umgebung, die man als Leser bildlich vor Augen hat- einfach das perfekte Buch!
5/5 Herzchen