Freitag, 27. Juni 2014

Cassia& Ky- Die Flucht (Allie Condie)

Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.  Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg.  Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky  –  sondern auch nach sich selbst.


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                                                     Cover
Das Cover passt sehr gut zum ersten Teil und zeigt symbolisch Cassias Ausbruch aus der Gesellschaft. Ebenfalls gefällt mir gut, dass wieder ein Buchstabe des Titels »falsch« dargestellt ist (in »Die Auswahl« war es das »A«)

Meinung
Die Handlung beginnt drei Monate nach Ky's Abtransport und man merkt sofort, wie sehr er Cassia fehlt. Da das Buch abwechseln aus ihrer und Ky's Sicht erzählt erfährt man auch, dass sie sein Ansporn ist, in den äußeren Provinzen zu überleben, in der er mit anderen Aberrationen hilflos den Angriffen der Feinde ausgeliefert ist. Das, was mich erschüttert hat, war dieses krasse gegensätzliche Bilder der Gesellschaft. Im ersten Band wurde sie noch als großenteils perfekt und organisierte dargestellt, im zweiten Band kommt ihre Grausamkeit zum Vorschein: die Transporte der Aberrationen in die äußeren Provinzen erinnerte beinahe an die Judendeportationen während der NS-Zeit (ich weiß, krasser Vergleich, aber auch hier: Benachteiligung/Diskriminierung bestimmter Gesellschaftsgruppierungen). Durch den Perspektivenwechsel lernt man auch Ky besser kennen, mit dem ich erst dadurch warm geworden bin.  An sich entsteht keine wirkliche Spannung, man erfährt dafür viel über Ky's Vergangenheit und allgemein über die Ereignisse außerhalb der Gesellschaft. Somit ist dies für mich ein typischer zweiter Band, also ein »Übergangsband«

Fazit
Der zweite Band schwächelt ein wenig, lässt aber auf ein spannendes Finale hoffen

4/5 Punkten

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