Mittwoch, 20. Juli 2016

Panic- Wer Angst hat, ist raus (Lauren Oliver)



Titel: Panic- Wer Angst hat, ist raus
Autor: Lauren Oliver
Preis: € 17,99 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 368
Verlag:  carlsen
Reihe: -
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Meine Wertung: 4,5 Herzchen
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Inhalt
PANIC verändert alle(s). HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.

Meine Meinung 
Um ehrlich zu sein, hatte ich etwas Angst vor diesem Buch, da die Meinungen hier sehr weit auseinander gehen. Alle Bücher von Lauren Oliver, die ich bis jetzt gelesen hatte, haben mir gut gefallen (vor allem Delirium und Wenn du stirbst). Doch auch einigen der großen Fans dieser Autorin, hat dieses Buch nicht gefallen. Das Cover gefällt mir total gut. Zu einem diese Orange-Rote Farbgebung zeigt die Bedrohung, die Gefahr, die von diesem Spiel ausgeht, die springendem Menschen, das Teilnahem-Ritual- das Springen von einer Klippe- mit der man offiziell an Panic teilnimmt. Und wenn man ganz genau hinschaut ist das Gesicht eines Mädchens zu erkennen (Heather?). Nun aber zum viel wichtigeren Teil, nämlich dem Inhalt des Buches.
Man wird als Leser wortwörtlich in die Handlung hineingeschmissen, sodass ich zunächst nicht wirklich etwas verstanden habe, da es vor allem zu Beginn ein paar Rückblenden gibt, die einen etwas irritieren können. Doch auch einigen Kapiteln hatte ich jedoch die Orientierung und konnte mich voll und ganz auf das Buch einlassen.
Die Handlung spielt in Amerika, in einem Ort, der von Armut, Arbeitslosigkeit, sozialer Ungerechtigkeit, Perspektivlosigkeit und Alkohol und Drogenmissbrauch geprägt ist. Dies trägt zu einer düsteren und angespannten Atmosphäre bei und es war mal etwas Neues, ein Buch zu lesen, das nicht in die typischen perfekten Vorort spielt. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht (3. Person) der beiden Protagonisten Heather und Dodge. Ach wenn sie sehr unterschiedlich sind, haben sie doch einige Gemeinsamkeiten. Jeder hat seine eigenen Motive, Gründe, an Panic teilzunehmen. Heather und Dodge hatten ihre Stärken und ihre Schwächen, was sie zu sehr authentischen Charakteren macht. Heather habe ich sehr bewundert aufgrund ihres Muts, ihrer Stärke, ihrer Willenskraft und ihrer Liebe zu ihrer jüngeren Schwester, for die sie so ziemlich alles aufgibt. Dodge ist geprägt von Rachsucht, von Wut, aber auch von der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Er ist ein sehr ruhiger Typ, der sich und sein Handeln in Frage stellt.
Auch die Nebencharaktere wie Bishop, Heathers Freund, sowie Nat ihre beste Freundin, waren nicht oberflächlich gestaltet. Bishop ist sehr ruhig, gewissenhaft, und der Vorzeige-Typ schlechthin, wohingegen Nat ein typisches Highschool-Girl ist.
Der Schreibstil der Autorin war in diesem Buch etwas anders als gewohnt, aber nichtsdestotrotz extrem gut. Sie schriebt sehr gefühlsbeladen, und fängt bestimmte Eindrücke, Gefühle von kurzen Momenten ein, dass man sich als Leser direkt in der Situation befindet und alles, was beschrieben wird, wahrnimmt. Wenn ich ein Wort heraussuchen müsste, was dies Beschriebt, wäre es vermutlich Hypnotisch
Der Handlungsverlauf war klar strukturiert und nur zum Teil vorhersehbar. Jedoch hätte ich mir bei den einzelnen Teildisziplinen etwas mehr Spannung gewünscht, sowie bei großen Finale etwas mehr Ausführung des entscheidenen Moments.

Fazit
Dieses Buch hat mich positiv überrascht und mir wirklich gut gefallen!

4/5 Herzchen

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