Freitag, 14. Oktober 2016

Am Ufer des Ruhmes (Gwen Bristow)



Titel: Am Ufer des Ruhmes
Autor: Gwen Bristow
Preis: € --- [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 376 
Verlag: Lingen
Reihe: Band 3 von 3
Altersempfehlung: ---
Meine Wertung: 4 Herzchen
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Inhalt 
Im letzten Drittel des Achtzehnten Jahrhunderts haben die Familien der Barnes, Sheramy und Upjohns ihr Glück im »tiefen Süden« Louisianas zu machen versucht. Während die Larnes und Sheramys es als Baumwollpflanzer zu Reichtum und Macht gebracht hatten und selbst nach Einbruch des Bürgerkrieges ihre Herrensitze wieder aufbauen konnten, waren die Upjohns »arm weiß Pack« geblieben. Bis auf Fred Upjohn. Er hat es zum wohlhabenden und geachteten Deichbauunternehmer gebracht und seine Tochter Eleanor in einem College erziehen lassen. Als Mitarbeiterin ihres Vaters trifft sie Kester Larne, denn Herrn von Ardeith. Sie weiß nicht, dass eine ihrer Vorfahrinnen für kurze Zeit die Frau eines Sheramys und damit auch Küsters Vorfahrin geworden ist, ehe sie wieder in die Elendsviertel derHafenstädte zurückfiel. Gegen den heftigen Widerstand ihrer Familien heiraten Eleanor und Kester. In Kester lebt nicht mehr der alte Pioniergeist seiner Väter. Das Blut der Larnes ist träge geworden, schon in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts war es immer tiefer abwärts mit ihnen gegangen; nun droht der riesige Besitz zu einem Objekt der Banken zu werden. Da nun bewährt sich die »am Ufer des Ruhmes« gewachsene Kraft der Upjohns. Doch Eleanor kann wohl rechnen und arbeiten, aber sie versteht wenig davon, den Stolz eines Mannes zu schmeicheln und sein Selbstvertrauen zu stärken. so gerät sie in eine schwere Krise, zumal mit dem Ausbruch des Weltkrieges 1914 der Baumwollmarkt ins Stocken gerät. Während es ihr gelingt, die fast schon verloren Besitztümer der Barnes zurückzugewinnen, droht ihr die Liebe ihres Mannes verloren zu gehen. In Isabel Aalcour, der stolzen Tochter eines anderen große Hauses, erwächst ihr eine gefährliche Rivalin, und es bedarf des ganzen Einsatzes ihres sauberen und tapferen Persönlichkeit, um die ihrem Glück drohen Gefahr zu bannen und besiegen.

Meine Meinung
Nachdem mir der zweite Band dieser Trilogie nicht allzu gut gefallen hatte, waren meine Erwartungen an dieses Buch nicht allzu hoch. Man befindet sich nun im 20. Jahrhundert, somit wurden wieder zum Teil ein bis zwei Generationen  übersprungen. Eleanor, die Protagonistin dieses Buches war mir wahnsinnig sympathisch, da sie auch in einer Zeit, und der Frauen und Männer noch nicht gleichgestellt sind, selbstbestimmt ist und sich von niemanden was vorschreiben lässt. Sie ist unabhängig und hart im Nehmen und das war mal eine schöne Abwechslung zu den Protagonistinnen, die es sonst so gibt. Kester war das komplette Gegenteil von ihr: unbekümmert und impulsiv, vielleicht auch etwas naiv und jugendlich, aber auch sehr sympathisch. Die beiden ergänzen sich auf eine ganze besondere Art und Weise und auch, wenn sie sich oft streiten und viele Meinungsverschiedenheiten haben, gehören sie einfach zusammen. Ihre Beziehung wird auch durch die hohen Schulden der Larnes belastet, andere sie letzendes fast zerbricht. Doch Eleanor legt sich ins Zeug um Ardeith zu retten und ich habe ich Durchhaltevermögen, ihre Willenskraft, Stärke und Scharfsinnigkeit sehr bewundert. Sie arbeitet wirklich unermüdlich, vielleicht fokussiert sie sich nur auf diesen unwesentlichen Wert des Geldes, jedoch war ihr Handeln glaubwürdig. Auch ihre Eifersucht zu Isabel, der Antagonistin dieses Buches war nachvollziehbar und auch wenn der Konflikt nie offen ausgetragen wurde, war diese indirekte Rivalität sehr spannend zu lesen. Eleanor bleibt ihren Prinzipien treu und doch entwickelt sie sich weiter: sie kommt ehr aus einfacheren Verhältnissen und integriert sich hervorragend in die höheren Kreise, ohne jedoch oberflächlich zu werden. Auch Kester entwickelt sich weiter, auch wenn dies nicht allzu offensichtlich wie bei seiner Gattin ist. Der Verlauf der Handlung war wirklich spannend und ich habe mit Eleanor und Kester mitgezittert, ob sie Ardeith behalten dürfen.
Schließlich findet das getrennte Paar durch einen Schicksalsschlag zusammen und zeigt, dass es sich lohnt um die Dinge zu kämpfen, die einen aus den Händen zu gleiten drohen.

Fazit
Ein schöner Abschluss einer Trilogie, an die ich mich immer gerne erinnern werde. Dies wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch der Autorin sein.
4/5 Herzchen



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