Samstag, 18. März 2017

Schau mir in die Augen, Audrey (Sophie Kinsella)



Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Preis: € 14,99 [D]
Einband: broschiert
Seitenanzahl: 384
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 4 Herzchen
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Inhalt 
Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Meine Meinung 
Dies ist das erste Jugendbuch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich war sehr gespannt, wie es mir gefallen würde, da ich bereits viele verschiedene Meinungen darüber gehört habe. Das Cover ist einfach nur mega süß und auch die kleinen Illustrationen, die im Buchinneren zu Beginn jedes Kapitels zu finde waren haben mir sehr gut gefallen.
Ich habe sehr leicht in die Geschichte hineingefunden und man lernt als Leser Audrey, die Protagonistin, sowie ihre normal verrückte Familie kennen. Audrey ist wirklich ein wunderbarer Charakter und die Vierzehnjährige wurde sehr authentisch und realistisch dargestellt. Auch ihre Familienmitglieder waren deutlich beschrieben: mit ihren Stärken, Schwächen, Verhaltensweisen und  durch die Art, wie miteinander umgegangen wurde, hatte man das Gefühl, die fiktiven Personen wirklich zu kennen. Dadurch, dass die Konflikte realitätsnah waren, gab es auch viele Stellen zum Schmunzeln, da man sich wiederkannt hat.
Das Buch spricht, trotz seines genialen Humors, auch sehr ernste Themen an: Mobbing und psychische Krankheiten, in Audrey Fall soziale Phobie. Auch wenn die Protagonistin nur Andeutungen über die damaligen Ereignisse macht, kann man sich als Leser den Rest denken. Auch wie eine Angststörung ist und wie sie sich auf die betroffene Person auswirkt, war sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Der Handlungsverlauf hat mir ebenso gut gefallen, da nicht nur Audrey Genesung, sondern auch die Entwicklung ihrer Familie und die zwischenmenschlichen Beziehungen im Fokus standen. Auch die kleine Mini-Liebesgeschichte zwischen Audrey und Linus war echt putzig und nicht übertrieben. Die Protagonistin entwickelt sich weiter und kämpft sich wieder zurück ins Leben. Aber genau hier ist ein Kritikpunkt, den ich anzubringen habe: erstens ist eine Genesung von einer Angststörung nicht so pipifax und geht auch nicht so schnell von statten wie hier beschrieben. Ebenfalls ist eine Beziehung KEIN Auslöser für eine rapide Besserung und schon gar nicht ein Heilmittel. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin, wie bei den anderen Dingen realistisch bleibt. Nichtsdestotrotz hat es mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Fazit
Eine zuckersüße Geschichte, die ich jedem nur weiterempfehlen kann!
4 / 5 Herzchen

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