Donnerstag, 21. Juni 2018

Mein fremder Freund (Emma Haughton)



Titel: Mein fremder Freund
Autor: Emma Haughton
Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Verlag: cbj
Reihe: -
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Meine Wertung: 3,5+ Herzchen
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Inhalt 
Im Alter von 13 Jahren verschwindet Hannahs bester Freund Danny – ohne eine einzige Spur zu hinterlassen. Drei lähmende Jahre voller Bangen und Hoffen später taucht er ebenso unvermittelt wieder auf. Verändert, ohne Erinnerung an die letzten drei Jahre, aber am Leben. Und das ist das Einzige, was zählt, denken Hannah und seine Eltern. – Zunächst. Denn nach und nach müssen sie erkennen, dass der Junge an ihrer Seite ihnen erschreckend fremd ist ... Kann es wirklich sein, dass er sich so verändert hat? Oder ist dieser junge Mann womöglich gar nicht Danny?

Der erste Satz
Ich hätte nicht hier sein sollen.

Meine Meinung 
Normalerweise treibe ich mich in den Gefilden der Fantasyromane umher und tauche auch mal in andere Bücherwelten ein, so auch hier, bei diesem Buch, einem Jugendthriller. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und nach wenigen Kapiteln habe ich in die Geschichte hineingefunden.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und kreiert eine spannungsgeladene Atmosphäre, die einen starken Suchtfaktor erzeugt hat, sodass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte! Vor allem haben sich die Ereignisse immer mehr zugespitzt und die zahlreichen kleinen Hinweise haben mich als Leser mitraten und -fiebern lassen.

S. 84
Das Gefühlschaos, dass Dannys Auftauchen in Hannah auslöst, ist authentisch beschrieben, vor allem ihre Skepsis gegenüber alldem war gesund und nicht blauäugig wie man von einer sechszehnjährigen vielleicht erwarten würde. Auch der Umgang der Protagonistin mit der siebenjährigen Alice, Dannys Schwester, die das Down-Syndrom hat, war absolut herzerwärmend.
Zu kritisieren haben ich jedoch, dass es vor allem zu Beginn zu »viele« Damals-Kapitel gibt. So hockt man als Leser förmlich auf heißen Kohlen und wartet auf ein Gegenwartskapitel, obwohl zunächst die ganze Vergangenheit aufgerollt wird. Hier hätte sich eine elegantere Aufteilung positiv auf das Leseerlebnis ausgewirkt (wobei dieser Punkt schon meckern auf sehr hohem Niveau ist, da mich das Buch trotz allem fesseln konnte).

S. 147
Nun aber zu dem, was mich anderthalb Herzchen abziehen hat lassen, denn Mein fremder Freund hatte bis kurz vor dem Finale durchaus das Potenzial gehabt ein Fünf-Herzchen-Buch zu werden. Und zwar war es die Auflösung. Zwar hatte ich mir meinen Teil denken können und das war auch vollkommen in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass ein Charakter eine 180 Grad Wendung hinlegt, was alles andere als authentisch war. Man kann nur durch Worte keinen Menschen, der jahrelang nach dem gleichen Muster gehandelt hat, zum Guten bekehren. So funktioniert diese Welt nicht. Und das hat mich einfach massiv gestört, da es derart unrealistisch war und einen fahlen Geschmack hinterlassen hat.

Fazit
Trotz der meines Erachtens grauenvollen Auflösung am Ende hat mir dieses Buch gut gefallen, da es einen durch seine spannende Atmosphäre in seinen Bann ziehen konnte und es absolut süchtig gemacht hat. 
3,5+ / 5 Herzchen

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