Sonntag, 7. Juni 2020

Isola (Isabel Abedi)

Isola (Isabel Abedi)
328 Seiten | € 14,95 [D] | Hardcover | 4,5 Herzchen
Verlag (Arena) | amazon
INHALT
Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.

DER ERSTE SATZ
Er war wie jedes Jahr um diese Zeit der einzige Mensch im Garten des Evangelischen Klinikums in Berlin.

MEINE MEINUNG
Ich habe dieses Buch schon einmal gelesen, jedoch ist dies nun schon einige Jahre her und ich konnte mich nicht wirklich an Vieles erinnern, nur diverse Schlüsselmomente waren mir im Gedächtnis geblieben. Nichtsdestotrotz war ich sehr gespannt auf dieses Jugendbuch.
Direkt aufgefallen ist mir diese besondere Atmosphäre, die Isabel Abedi durch ihre Worte schafft. Ich bin ein großer Fan ihres Schreibstils und der Art, wie sie ihre Charaktere gestaltet. So einzigartig und doch authentisch. Vera, unsere Protagonistin war mir sehr sympathisch. Unsicher, wie es für viele Mädchen in diesem Alter der Fall ist, andererseits sehr selbstreflektiert. Die anderen Jugendlichen waren durch ihre ausgeprägten Charaktermerkmale leicht zu unterscheiden. Vor allem die entstehende Freundschaft zwischen Vera und Elfe hat mein Herz erwärmt. 
Obwohl im ersten Drittel nicht viel passiert, so ist man als Leser immer auf Hab-Acht. Denn wie paradiesisch ist diese Insel wirklich, die vierundzwanzig Stunden am Tag von Kameras überwacht beziehungsweise gefilmt werden? Vor allem der Aspekt, wie verschieden sich die Jugendlichen verhalten, als ihnen bewusst wird, dass sie gefilmt werden und wie sie sich langsam daran gewöhnen und id eSpannung von ihnen abfällt, war sehr interessant zu lesen-Die Geschichte nimmt langsam an Fahrt auf, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Vor allem die Prologe die aus einer zunächst unbekannten Perspektive verfasst sind, haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Wer ist dieser fremde Beobachter, der das Geschehen so eindringlich beschreibt? Bei diesen Stellen hatte ich echt Gänsehaut.
Mein einziger Kritikpunkt: Veras Verknalltheit und Faszination für Solo. Sie beschreibt sich als Mädchen, das sich nicht einfach so verliebt oder direkt jeden Typen toll findet, aber kaum sieht sie Solo, passiert genau das. Somit erschien mir die Lovestory etwas erzwungen, etwas cringey, wie man so schön sagt.
Das Finale hat sich über das letzte Drittel des Buches erstreckt und auch wenn ich die Auflösung des Ganzen noch gut in Erinnerung hatte (vermutlich, weil sie mich damals so geschockt hat), hatte ich auch diesmal den großen AHA-Moment und zahlreiche Szenen in den vorherigen Kapiteln sind nochmals in einem ganz anderem Licht erschienen.
Das Ende hat alles schön abgerundet und die meisten der offen stehenden Fragen beantwortet. Und auch wenn manche Dinge offen geblieben sind: auch im echten Leben erfährt man nicht immer alles.

FAZIT
Ein spannendes Jugendbuch, das für durchaus alle Altersgruppen geeignet ist, die in eine außergewöhnliche Welt eintauchen wollen.
4,5 / 5 Herzchen

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