Mittwoch, 24. August 2022

Man vergisst nicht wie man schwimmt (Christian Huber)

Man vergisst nicht, wie man schwimmt (Christian Huber)
400 Seiten | € 22,00 [D] | Hardcover | 2 Herzchen
Verlag: dtv | pustet.de
 
INHALT
31. August 1999. Sengende Hitze liegt über Bodenstein, dem Heimatkaff des 15-jährigen Pascal. Es sind die großen Ferien, und eigentlich könnte der Junge den Sommer genießen. Den Skatepark. Die Partys der Oberstufler. Das Freibad mit den besten Pommes des Planeten. Doch seit er nicht mehr schwimmen kann, mag Pascal den Sommer nicht mehr. Warum das so ist, das kann er nicht erzählen. Ebenso wenig, wieso ihn alle Krüger nennen. Und erst recht nicht, warum er sich unter keinen Umständen verlieben darf. Lieber träumt er vor sich hin und schreibt Geschichten. Dann kracht Jacky in seine Welt. Ein geheimnisvolles Mädchen aus dem Zirkus. Mit roten Haaren, wasserblauen Augen und keiner Angst vor nichts. Zusammen verbringen sie einen flirrenden, letzten Sommertag, der alles für immer verändert ...

DER ERSTE SATZ
Ich erinnere mich noch, dass mit einem Mal kein Prasseln mehr zu hören gewesen war.

MEINE MEINUNG
Die 90er, Sommer, Coming-of-Age. Drei Elemente, die ein Buch für mich nach einer vielversprechenden Lektüre klingen lassen. Nun denn, ich wurde leider enttäuscht.
Pascal, von allen Krüger genannt, unser fünfzehnjähriger Protagonist, ist ein unsicherer Kerli mit geringem Selbstwertgefühl. Direkt von Beginn an wird klar, dass dies vor allem mit seinem Geheimnis zusammenhängt, wodurch er von Gleichaltrigen stets Ablehnung erfahren hat. Ich hatte paar Vermutungen, was dieses Geheimnis sein könnte- eine davon war sogar richtig (es gab diverse Andeutungen). Und dies war auch nur der einzige Grund, warum ich dieses Buch überhaupt fertig gelesen habe. 
Die Handlung ist meiner Meinung nach zu sehr »gewollt«. Dieser beschriebene Tag soll außergewöhnlich sein, alles verändern- was letztendlich der Fall ist, jedoch war es kein bisschen authentisch. Das einzig Authentische war die Entwicklung des Protagonisten, der aus sich herauskommt, unter anderem, da er endlich mal positive Bestätigung von außen erhält und entgegen seiner Erwartungen mal nicht als abartig oder uncool wahrgenommen wird. 
Der Schreibstil hat mich auch nicht vom Hocker gerissen. Er war leicht verständlich und flüssig, jedoch transportiert er null diese sommerliche Atmosphäre, diese Aufbruchstimmung, die mit solchen Geschichten eigentlich mit einhergeht.
Gegen Ende hat die Handlung etwas an Fahrt aufgenommen, es wurde ein bisschen spannend, aber das hat das Ruder nicht herumreißen können. Das Gesamtkonzept dieses Romans hat mich einfach nicht überzeugt, vielmehr erschien es mir so, als wolle man (wie viele andere auch) versuchen an »Hardland« von Benedict Wells anzuknüpfen (ein Buch, das mir ausgesprochen gut gefallen hat!).

FAZIT

Kann man lesen, muss man aber nicht. ,,Man vergisst nicht wie man schwimmt hat mir nicht gefallen- Schade!

2 / 5 Herzchen

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